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Egelfinger

„Kopflose Mafiosi „ und „Sister Act“

Egelfingen / Lesedauer: 3 min

Beim Bürgerball in Egelfingen war gute Unterhaltung geboten
Veröffentlicht:03.03.2014, 14:10

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Lustige Ideen, purer Spaß und abwechslungsreiche Programmpunkte ließen den Egelfinger Bürgerball bestens gelingen. Viele fleißige Hände und eine gute Organisation um Cornelia Metzger trugen zum Gelingen bei. Das wechselnde Bühnenbild passte gut zur Stimmung des Abends, während die Akteure auf der Bühne sich mächtig ins Zeug legten.

Günther Graul führte als Storch in gereimten Versen und gewitzt durchs Programm.. Mit großer Spannung hatten die „Egelfinger Jonge“ auf ihren selbst vorbereiteten Hexentanz gewartet. Beim ersten Sketsch führte ein Ehemann eine Diskussion mit seiner Frau, was im Fall seines Todes alles geschehe. Der nächste Programmpunkt lies erahnen, wie Sparmaßnahmen im Pflegeheim bei der derzeitigen Alterspyramide künftig aussehen könnten: In einer Reihe sitzend, Pflege wie am Fließband.

In einer Gerichtsverhandlung lieferten sich der Richter (Matthias Metzger) und der Angeklagte (Markus Baier) hitzige Wortgefechte. Sieger war am Ende der pfiffige Angeklagte. Ein erster Höhepunkt des Abends war eine Gruppe „Kopfloser Mafiosi“ (Musikantenfrauen). In schwarzem Anzug, weißen Krawatten, Hut, Sonnenbrille und Stock, und ohne sichtbaren Kopfansatz bewegten sie sich zur Melodie „Spiel mir das Lied vom Tod“. Ein toller Hingucker nach einer Idee von Cornelia Metzger.

Aufgelockerter ging es beim Kaffeekränzle zu, bei dem die Ehemänner natürlich ihr Fett abbekamen. Die leisen Hoffnungen einer Nonne auf Annäherung nach einer Bergwanderung mit dem Herrn Pfarrer in einer einsamen und kalten Hütte, wurden jäh beendet. Dieser Programmpunkt wurde wie folgt angekündigt: „Den Zölibat gilt´s einzuhalta, duat au der Körper fascht erkalte, da kent´scht vor friara grad verrecka, Franziskus duldet au bloß Decka“.

Ein Hauch von „Wilder Westen“ keimte auf, als eine Horde bunt bemalter Indianerinnen mit ihrem Häuptling „Stolzer Rheintaladler“ die Bühne stürmte und einen feurigen Indianertanz aufführte. Dass es auch bei einem Sonderangebot in einer Bäckerei nicht einfach zugeht, demonstrierten Uli und die Verkäuferin Petra eindrucksvoll.

„Das ist nochmals gut gegangen“, erzählte Herr Röhrle im nächsten Sketch seinem Freund. „Mein Nachbar, der Weckerle ist einen Tag früher heimgekommen und hat seine Frau mit dem Nachbarn erwischt. Alle drei tot, Familientragödie. Wäre er zwei Tage früher gekommen, wäre ich jetzt tot.“

Eine bunte Tiershow mit fetziger Musik aus dem bekannten Dschungelbuch zeigten junge Frauen in bunten Tierkostümen. Ein absoluter Lacherfolg war die geplante Filmaufnahme zu „Mutter, Mutter, ich muss sterben“, in den Albtraum-Studios Egelfingen-Ost unter der Regie von Starregisseur „Louis de Funes (Ulli Neuburger). Dass auch ein Ehemann und sein Freund sich nur mit Whisky auf die nahende Geburt seines Sohnes vorbereiten konnten, hatte einen triftigen Grund: Eine Wahrsagerin hatte dem künftigen Vater prophezeit, dass er bei der Geburt seines ersten Sohnes tot umfällt. Als dann der freudige Anruf kam, „ es ist ein Junge“, fiel weder der Vater noch sein verängstigter Freund, sondern der Butler, tot um.

Obwohl schon spät am Abend ein Top-Highlight: „Hannes und der Bürgermeister“ ,fast originalgetreu dargeboten von Martin Metzger und Ulli Neuburger in ihren Paraderollen .Ein gelungener Abschluss war das Männerballett unter der Regie von Antje Metzger . Die Männer begeisterten als Nonnen aus „Sister Act“.

DJ Maik sorgte zwischen den Beiträgen und nach dem Programm für die richtige Musik.