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Dürmentingen

Von menschlichen Narren in Dübeltingen

Dürmentingen / Lesedauer: 3 min

Die Dürmentinger haben den großen Narrenball in der Turn- und Festhalle zu ausgelassener Stimmung und närrischem Programm gefeiert. Gemischt mit neuen Akteuren und altbekannten Klassikern sorgte der Ball für immer neue Höhepunkte und stets gute Unterhaltung.
Veröffentlicht:12.02.2024, 14:32

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Die Dürmentinger haben den großen Narrenball in der Turn- und Festhalle zu ausgelassener Stimmung und närrischem Programm gefeiert. Gemischt mit neuen Akteuren und altbekannten Klassikern sorgte der Ball für immer neue Höhepunkte und stets gute Unterhaltung. Durchs Programm führte mit Witz und Charme Narrenrat Robert Dreher.

Beim ersten Programmpunkt zeigte Dürmentingen die Talente von übermorgen. Die Kleinsten und Jüngsten machten den großen Auftakt und berichteten über Orts- und Weltgeschehen. Ausgestattet mit dem Fernglas mussten sie sich nicht weit aus dem Fenster lehnen, um zu sehen, was sich auf der Straße ereignete. Gut vernetzt wussten sie, was den Dürmentingern im Urlaub in Berlin passierte, aber auch was vor der eigenen Haustür los war. Frech und ohne Scheu wurde unter der Leitung von Karin Brobeil und musikalischer Unterstützung von Wolfgang Kettnaker gesungen und erzählt.

Premiere feierte Charly Steinhausers Büttenrede „Halt auf mei Art“. Ein willkommener Akteur auf dem Ball, so hatte sich Charly bei zahlreichen Gabelauftritten erprobt und zeigte nun auch auf der großen Bühne seinen klugen Humor. Er plädierte in seiner Rede an die „menschlichen Narren“, die in schwierigen Zeiten doch immer auf den Zusammenhalt setzen können. „Denn mir Narra send it nebs dr Kapp, sondern standet mitta im Leba“. Ein toller Auftritt - ganz auf seine Art.

Während Elon Musk noch versucht, die ersten Touristen ins All zu schicken, ist das Frauenballett schon längst auf einem anderen Stern. Die Dürmentinger Flagge wurde im Raumanzug gehisst und 13 Frauen lieferten eine intergalaktische Show ab. Die funkelnden Kostüme ließen nur erahnen, wie es wohl ist, zwischen den Sternen abzuheben. Getanzt haben die Mädels unter der Leitung von Olga Auras und Nicole Späth.

Vor der Pause durfte der Klassiker des Balls nicht fehlen: Die Moritaten. Musikalisch berichteten die zwei Moritatensänger Wolfram Kettenaker und Wolfgang Fischer mit instrumentaler Begleitung von Wolfgang Kettnaker und Rainer Geiselhart, was denn so im letzten Jahr im Ort passiert ist. Dabei machen sie vor niemandem Halt. Von Bürgermeister Holsteins missglücktem Versuch beim Peitschen knallen bis hin zur teuren Begegnung zwischen einer nackten Schaufensterpuppe und der Polizei im Auto eines Dürmentingers - eine Sonnenbrille als Bekleidung reicht wohl leider nicht aus.

Etwas für die Augen lieferte das Männerballett. Elf „Sch(w)ul(e)mädchen“ machten eine Hommage an Britney Spears „… Baby one more time“ und ahmten sowohl optisch als auch tänzerisch den Sexappeal der Sängerin nach. Einstudiert von Veronika Kappeler und Jessica Schmid setzten sie mit imposanten Hebefiguren und Sprüngen die Messlatte für den Rest des Programms.

Das war aber für Philipp Jutz, Jonas Müller und Katrin Jutz kein Problem. Sie nahmen die Zuschauer auf einen ganz anderen Trip mit - in die Welt des Cannabis. So wurde aus Dürmentigen schnell Dübeltingen, von den Teilorten „Highdorf“, „Hightingen“ und „Bubatz-Burgau“ ganz zu schweigen. Als Krönung erfüllte ihnen die gute Hanffee fünf Wünsche. Zum Glück hatte sie viel musikalisches Talent, denn der erste Wunsch - ein Song, um den Grasstandort Dürmentingen zu bewerben - war gar nicht so leicht. Am Ende zauberte sie endlich das Stoppschild auf grün, damit die beiden Junkies auf ihrem Highway weiterziehen konnten.

Der krönende Abschluss blieb wie immer der Schalmeienkapelle, dieses Jahr unter dem Motto „Viva la Mexiko“. Die gute Stimmung im Saal schwankte zur Party mit bunten Knicklichtern um. Die Musiker füllten unter Leitung von Wolfgang Kettnaker die gesamte Bühne und die Halle mit bekannten Liedern. Und wer nach „Tequila“ nun Lust auf einen richtigen Tequila hatte, konnte den Abend zwischen Akteuren und Zuschauern an der Bar ausklingen lassen.