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Zahlen und Fakten zur Kreistagswahl im Kreis Biberach

Landkreis Biberach / Lesedauer: 3 min

162.000 Bürger entscheiden in acht Wahlkreisen über die Zusammensetzung des neuen Kreistags. Das müssen Parteien, Wählervereinigungen und Kandidaten beachten.
Veröffentlicht:08.02.2024, 05:00

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Bei den Kommunalwahlen am 9. Juni geht es auch um die 54 Sitze im Biberacher Kreistag. Noch bis zum 28. März können Wahlvorschläge beim Landratsamt eingereicht werden.

„Das Verfahren zur Aufstellung von Wahlvorschlägen ist sehr komplex und es müssen verschiedene Anforderungen beachtet werden“, teilt das Kommunalamt mit. Die Grundsätze für die Aufstellung von Wahlvorschlägen sowie Informationen über die erforderlichen Unterlagen enthält die Bekanntmachung zur Wahl des Kreistags, die am 1. Februar auf der Homepage des Landratsamts veröffentlicht wurde. Wir haben einige Punkte daraus sowie weitere Informationen zusammengetragen.

Was wird gewählt?

162.000 Wahlberechtigte im Landkreis Biberach können über mindestens 54 Sitze für die nächste fünfjährige Amtsperiode entscheiden. Die Anzahl der Regelsitze stieg um zwei Sitze, nachdem die Einwohnerzahl im Landkreis Biberach seit der letzten Wahl 2019 die 200.000-Einwohner-Marke überschritten hatte. Die Sitze verteilen sich auf acht Wahlkreise: Stadt Biberach (9 Sitze), Biberach Land (7), Stadt Laupheim (6), Laupheim Land (6), Riedlingen (8), Bad Buchau/Bad Schussenried (6), Ochsenhausen/Schwendi (6) und Illertal (6). Aktuell gehören dem Kreistag wegen des Verhältnisausgleichs 57 Kreisräte an.

Wer kann sich für die Wahl aufstellen lassen?

Zur Wahl antreten kann grundsätzlich jeder Bewohner des Landkreises Biberach ab 16 Jahren. Dafür muss die Person zunächst auf einen Wahlvorschlag einer Partei oder einer Wählervereinigung in geheimer Abstimmung gewählt werden. Der Kreisbewohner muss aber nicht zwingend in dem Wahlkreis wohnen, in dem er in den Wahlvorschlag aufgenommen wird. Dem Wahlvorschlag muss auch eine Bescheinigung des Bürgermeisters der zuständigen Gemeinde beigefügt, dass der Bewerber wählbar ist. Die Wahlvorschläge müssen spätestens am Gründonnerstag, 28. März, um 18 Uhr beim Landrastamt Biberach, Rollinstraße 9, eingereicht werden.

Was ist ein Wahlvorschlag?

Hier legen die Angehörigen der oben genannten Gruppierungen fest, wer und in welcher Reihenfolge für die Wahl kandidiert. Pro Wahlkreis und Gruppierung ist nur ein Wahlvorschlag möglich. Die Liste darf höchstens 1,5-mal so viele Kandidaten enthalten, wie Kreisräte im jeweiligen Wahlkreis zu wählen sind. Neben den bereits im Kreistag vertretenen Parteien und Wählervereinigungen hat das Kommunalamt bisher einer weiteren Partei die Vordrucke für die Aufstellung von Wahlvorschlägen übersandt.

Was muss ein Wahlvorschlag enthalten?

Um einen Wahlvorschlag einreichen zu können, muss die Liste von 50 im jeweiligen Wahlkreis wahlberechtigten Personen auf einem amtlichen Formblatt unterzeichnet werden. Jeder Wahlberechtigte darf seine Unterstützungsunterschrift nur unter einen Wahlvorschlag setzen. Andernfalls ist seine Unterschrift auf allen Wahlvorschlägen ungültig. Parteien und Wählervereinigungen, die im Landtag oder bisher schon im Kreistag vertreten sind, müssen diese Unterstützungsunterschriften nicht vorweisen. Zu den Kandidaten müssen neben dem vollständigen Namen Beruf oder Stand, Geburtstag und Anschrift angegeben werden, bei Kandidaten aus einem anderen EU-Land auch die Staatsangehörigkeit.

Wie viele Listen und Kandidaten waren es bei der letzten Kreistagswahl?

2019 gingen von neun unterschiedlichen Parteien und Wählervereinigungen Wahlvorschläge ein. Die zugelassenen Wahlvorschläge 2019 enthielten insgesamt 493 Kandidaten, darunter 205 Frauen und 288 Männer.

Haben bei der letzten Kreistagswahl alle Listen die Anforderungen erfüllt?

Damals wurden keine Mängel festgestellt, die zur Zurückweisung von Wahlvorschlägen oder einzelnen Bewerbern geführt hätten. Es waren lediglich einige formale Änderungen oder Ergänzungen nötig. Bei einer Partei mussten allerdings überzählige Bewerber gestrichen werden. Das Kommunalamt weist darauf hin, dass es wichtig sei, dass die Unterlagen vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind und dass alle Anlagen entsprechend beigefügt sind. Auf der Homepage des Landratsamts sind unter der Rubrik „Kommunalwahlen 2024“ Informationen und Ansprechpartner aufgeführt.