Feuer

Brand: Polizei schließt technische Ursache aus

Biberach / Lesedauer: 2 min

Brandermittler untersuchen Haus am Weberberg – Brandmittelspürhund vor Ort
Veröffentlicht:30.05.2016, 20:21
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Nach dem Großbrand in der Weberberggasse in der Nacht zum Mittwoch sind jetzt die Brandermittler der Polizei Biberach gefragt. Rolf Maucher und Karl-Heinz Mack waren am Freitag vor Ort, um Spuren zu sichern, die Hinweise auf die Brandursache geben. Auch ein Brandmittelspürhund des Polizeipräsidiums Ulm war im Einsatz. „Der Hund ist darauf geschult, nach speziellen Hinweisen zu suchen, die auf Brandstiftung deuten“, sagt Uwe Krause, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm. Ein Ergebnis der Ermittlungen gebe es allerdings noch nicht.

„Was wir allerdings schon sagen können: Wir schließen eine technische Ursache aus“, so der Polizeisprecher. „Im Haus waren noch keine elektrischen Leitungen verlegt und auch keine technischen Geräte vorhanden.“ Die Ermittler würden natürlich verstärkt untersuchen, ob der Brand in Zusammenhang mit den Bauarbeiten, die am Gebäude stattfanden, steht. „Und natürlich ermitteln wir auch in Richtung fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung“, sagt Uwe Krause.

Die beiden Brandermittler waren am Freitag unter anderem damit beschäftigt, Asche an den unterschiedlichsten Orten im Gebäude zu untersuchen. Denn je nach der Intensität des Abbrands kann festgestellt werden, wo sich der Brandherd befindet. Das Landeskriminalamt Stuttgart wird die Spuren jetzt kriminaltechnisch untersuchen. „Wir hoffen, dass wir die Ergebnisse nächste Woche haben“, sagt Uwe Krause. Bis dahin ist der Brandort für die Öffentlichkeit gesperrt.

Umfangreicher Einsatz

Für die Freiwillige Feuerwehr Biberach ist der Einsatz am Weberberg nach rund 34 Stunden abgeschlossen. „Es war ein sehr umfangreicher Einsatz, so etwas hatten wir schon länger nicht mehr in diesem Ausmaß“, sagt Florian Hofmann, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Biberach. „Das Haus stand im Vollbrand, als wir angekommen sind, auf allen Ebenen“, sagt Hofmann. Zudem sei die Lage des Gebäudes eine große Herausforderung gewesen: „Es steht mitten in der Altstadt, ist auf einem Berg gebaut und insgesamt ist dort alles eng bebaut.“

Doch die Mannschaft der Biberacher Feuerwehr mit den Abteilungen Mettenberg, Ringschnait, Stafflangen, die Feuerwehr Warthausen und die Werkfeuerwehr von Boehringer Ingelheim hätten die Situation gut gemeistert: „Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft, es hat alles gut geklappt, wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Hofmann.

„Primäres Ziel war natürlich auch, dass alle anderen Gebäude abgeschirmt werden.“ Auch dies haben die Einsatzkräfte geschafft. Beeindruckt war der stellvertretende Kommandant auch von den Nachbarn auf dem Weberberg: „Wir wurden ringsum von den Menschen unterstützt, sie haben Kaffee gemacht und geholfen, wo sie konnten. So etwas habe ich in der Stadt selten erlebt.“

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