Bieterverfahren

Miller: Forderung der Grünen hat keine Auswirkung auf Bieterverfahren

Biberach / Lesedauer: 1 min

Miller: Forderung der Grünen hat keine Auswirkung auf Bieterverfahren
Veröffentlicht:05.08.2012, 12:55
Aktualisiert:25.10.2019, 07:00

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„Das ist nichts wesentlich Neues.“ Mit diesen Worten kommentiert Ralf Miller, Geschäftsführer der Kreiskliniken Biberach GmbH, den Bericht vom Freitag in der SZ (auf der Seite „Wir im Süden“) und die Forderung des Ravensburger Grünen-Landtagsabgeordneten Manne Lucha nach einem Krankenhaus-Regionalplan. Auf das seit Montag laufende Bieterverfahren im Landkreis Biberach hätten diese Überlegungen der rot-grünen Landesregierung nach Ansicht von Kliniken-Geschäftsführer Miller „keinerlei Auswirkungen“.

Der Ravensburger Landtagsabgeordnete Lucha fordert eine verbindliche Planung für die Zukunft, um Parallelstrukturen, die sich gegenseitig kannibalisieren, zu vermeiden. Dabei regt er auch eine Zusammenarbeit bei den Kliniken und Versorgungsstrukturen für Patienten zwischen den Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg und Biberach an. Bärbl Mielich, grüne Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag, will Klinikstandorte sichern, wo es Sinn macht. „Wo dies keinen Sinn macht, muss man sich Gedanken über Alternativen machen“, sagt sie.

In den neuen Krankenhaus-Förderrichtlinien des Landes stehe bereits, dass die Kommunen und Kreise angehalten seien, ihre Planungen nicht mehr an Landkreisgrenzen zu stoppen. Neu sei ebenfalls nicht, so Miller, dass spezielle Medizinangebote in größeren Häusern konzentriert werden sollen. „Aber wir sind ja ein Haus der Grundversorgung, das möglichst wohnortnah sein soll.“ Und dass Doppelstrukturen vom Land nicht mehr gefördert werden, sei auch schon länger bekannt.