Borkenkäferplage

Waldbesitzer informieren sich über Borkenkäferplage

Bonlanden / Lesedauer: 2 min

Waldbesitzer informieren sich über Borkenkäferplage – Experten geben Tipps
Veröffentlicht:30.06.2019, 17:29

Von:
Artikel teilen:

70 Waldbesitzer haben sich jüngst über die Gefahren informiert, die von den Borkenkäfern ausgeht. Georg Jehle, Leiter des Kreisforstamts Biberach, leitete die Veranstaltung im Kloster Bonlanden.

Das warme Wetter fördere die Ausbreitung des Borkenkäfers enorm, erklärte Jehle. Darum sei dies eine ernst zu nehmende Gefahr. Der Abend solle dazu dienen, ins Gespräch zu kommen und konkret zu besprechen, wie die Forstverwaltung den Waldbesitzern bei der Bekämpfung der Plage helfen könne.

Nach dieser theoretischen Einführung ging es gemeinsam in einen angrenzenden Wald. Revierleiterin Sonja Wagner vom Forstrevier Erolzheim, Betriebsstellenleiter Hubert Moosmayer vom Forstamt Ochsenhausen, Revierleiter Uli Paulus vom Forstrevier Rot an der Rot sowie Claus Lukat Forstrevierleiter von Steinhausen-Erlenmoos klärten die Waldbesitzer über den Umgang mit dem Borkenkäfer auf, aber vor allem, was sofort zu tun sei.

Jeder Wald müsse sofort nach befallenen Bäumen untersucht werden. „Wie das geht, werden wir bei der anschließenden Fragerunde“, erklärteMoosmayer, denn eine Abhilfe gehe nur durch „saubere Waldwirtschaft“. Das sei im Moment die einzige wirkungsvolle Bekämpfung gegen den Borkenkäfer. Das heißt: Wichtig ist, dass befallene Bäume frühzeitig erkannt werden –unter anderem an herausrieselndem Bohrmehl - und diese vom Borkenkäfer befallenen Bäume schnellstmöglich eingeschlagen werden, bevor die Käfer wieder ausfliegen und neuen Befall verursachen.

Holz aus dem Wald fahren

Das Holz aus dem Wald fahren und zu entrinden, sei ganz wichtig, erläuterten die Forst-Fachleute.Borkenkäfer kommen weltweit vor und an allen Laub- und Nadelbäumen. Die Experten erläuterten, dass Borkenkäfer gefährliche Waldschädlinge seien, die sich sprunghaft vermehrten und daher ganze Waldbestände zum Absterben bringen könnten. Die Borkenkäfer-Arten größere Buchdrucker und der kleinere Kupferstecher bohrten sich durch die Rinde vom Baum und legten dort Brutgänge für ihre Nachkommen an. Deshalb hat das Kreisforstamt zum Schutz des Waldes und des Eigentums aller Waldbesitzer einen forstaufsichtlichen Hinweis nach dem Landeswaldgesetz für den Landkreis Biberach veröffentlicht. Dieser besagt, dass das vom Borkenkäfer befallene Holz aus dem aktuellen Schwärmflug bis zum 8. Juli unschädlich gemacht sein muss.

Lange standen die Forstleute den interessierten Waldbesitzern Rede und Antwort, bevor es abschließend noch in einen Wald nach Kirchberg ging, wo ein richtiger Borkenkäfer-Brennpunkt gezeigt wurde.