Fledermausbrücke

Jetzt lachen sogar die Briten über die Biberacher Fledermausbrücken

Biberach / Lesedauer: 2 min

Britisches Boulevardblatt „Daily Mail“ berichtet im Internet über das Projekt
Veröffentlicht:06.11.2013, 15:20
Aktualisiert:24.10.2019, 20:00

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Die beiden Fledermausbrücken über die neue Nordwest-Umfahrung bei Biberach sind nicht nur ein gefundenes Fressen für den Bund der Steuerzahler , sondern inzwischen auch für die britische Boulevardpresse. So berichtet die „Mail Online“, die Internetplattform des Boulevardblatts „Daily Mail“ in einem reich bebilderten Text über das inzwischen nicht nur in Biberach heiß diskutierte Projekt und zeichnet noch einmal die Debatte nach, die vor einigen Wochen auch durch die deutschen Medien ging.

Unter der Schlagzeile „German council under fire for spending £375,000 on two bridges over new bypass which can only be used by BATS“ (frei übersetzt: „Deutsche Kommune steht unter Beschuss, weil sie 375000 Pfund für zwei Brücken über eine neue Umgehung ausgegeben hat, die nur von FLEDERMÄUSEN genutzt werden können“) berichtet das Blatt in zugespitzter Form über die Kritik des Steuerzahlerbunds an den beiden Bauwerken, deren Nutzen noch nicht erwiesen sei und der deshalb von möglicher Geldverschwendung spricht. Zitiert wird auch Straßenamtsleiter Georg Stolz, der anmerkt, dass die Straße ohne die Querungshilfe für Fledermäuse nicht genehmigt worden wäre.

Die „Mail Online“ berichtet auch über die drei Biberacher Spaßvögel, die zu Beginn des Jahres in Batman-Kostümen scherzhaft für die Fledermausrechte gekämpft hatten und dafür eine eigene Facebookseite betrieben. Dort hatten sie in ihrer lustigen Verkleidung und mit Schildern für die Brücken geworben.

Auch die Briten scheint das Thema zur Diskussion anzuregen, wie die inzwischen mehr als 50 Kommentare unter dem Artikel zeigen. Während sich ein Teil der Schreiber über die deutschen Behörden lustig machen („Das zerstört meinen Glauben an die deutsche Sachlichkeit“), sind andere der Meinung, dass da im Hintergrund die britische Bürokratie am Werk gewesen sein müsse („Oh mein Gott, es ist ansteckend. Jetzt sind sie so dumm wie wir“). Vielleicht schwingt bei so manchem Freund von der Insel ja sogar etwas Neid mit („Die Deutschen schwimmen im Geld, die können sich solche Frivolitäten leisten“). Mehr hier: http://dailym.ai/183BCPy