Fachtag

Fachtag zur Flüchtlingsarbeit stößt auf große Resonanz

Biberach / Lesedauer: 2 min

Rund 170 Ehrenamtliche informieren sich in Workshops unter anderem über neue gesetzliche Regelungen
Veröffentlicht:28.02.2016, 15:27
Aktualisiert:23.10.2019, 18:00

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Fast 170 Interessierte haben am Fachtag für Ehrenamtliche in der Asylarbeit teilgenommen. Er wurde von der ökumenischen Flüchtlingsarbeit der Caritas und Diakonie organisiert.

Die Ehrenamtlichen kamen aus den mehr als 30 Mitarbeiterkreisen aus dem Gebiet des evangelischen Kirchenbezirks Biberach und der katholischen Dekanate Biberach und Bad Saulgau und weit darüber hinaus.

Das Interesse der Ehrenamtlichen an einer Fortbildung war sogar noch deutlich größer. Mehr als 30 Anfragen, die nach Anmeldeschluss eingingen, konnten wegen des großen Andrangs nicht mehr berücksichtigt werden. Die große Nachfrage zeigt die Bereitschaft der Bevölkerung, sich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren. Dies sieht auch der Leiter der unteren Aufnahmebehörde des Landkreises, Jürgen Kraft, so Er dankte im Auftrag von Landrat Heiko Schmid den Ehrenamtlichen und Organisatoren ausdrücklich für ihr großes Engagement.

Wie wichtig Fortbildungen in der Flüchtlingsarbeit sind, machte Rechtsanwältin Vera Kohlmeyer-Kaiser deutlich. „Es gibt kaum einen Bereich, in dem sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen so schnell ändern wie in der Flüchtlingsarbeit“, betonte die stellvertretende Vorsitzende des Flüchtlingsrats Baden Württemberg. Im Plenum erläuterte sie die Unterschiede zwischen Aufenthaltsgestattung und Duldung sowie zwischen sicheren Drittstaaten und sicheren Herkunftsländern. Fragen aus dem Plenum gab es unter anderem zum Thema Familiennachzug und zum Asylpaket II.

Beide Themen konnten im Workshop „Verfahrensberatung“ detailliert mit den Experten diskutiert werden. Neben diesem Workshop gab es weitere zu den Themen „Nähe und Distanz in der Flüchtlingsarbeit“, „Interkulturelle Kompetenz“, „Sensibilisierung Ehrenamt – Was braucht ein Flüchtling?“ und „Integration durch Arbeit“. Letzterer war am besten besucht. Dies ist ein Hinweis darauf, dass dieses Thema die Ehrenamtlichen in den derzeit rund 30 Helferkreisen im Landkreis noch ausführlich beschäftigen wird.