Handball

Der Handball pausiert mindestens bis 6. Februar

Biberach / Lesedauer: 2 min

Handball: Spiele der Hinrunde sind gecancelt, gespielte Ergebnisse werden gewertet
Veröffentlicht:29.11.2020, 11:44
Aktualisiert:29.11.2020, 16:35

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Beim virtuell abgehaltenen 34. ordentlichen Verbandstag des Handballverbands Württemberg (HVW) ist die nach drei Spieltagen unterbrochene Saison der wichtigste Punkt gewesen. Es wurde beschlossen, dass die Saison 2020/21 im kommenden Jahr frühestens am Wochenende 6./7. Februar weitergeführt werden soll. Als Einfachrunde.

Bereits am vierten Spieltag Ende Oktober war der Spielbetrieb wegen der explosionsartigen Erhöhung der Corona-Infektionszahlen und der dadurch vom Bund verordneten Maßnahmen komplett eingestellt worden. Dem Vorschlag des Präsidiums folgte am Samstag schließlich mit 98 Ja-Stimmen, neun Enthaltungen und 15 Gegenstimmen die große Mehrheit der abstimmungsberechtigten Delegierten. Zuvor hatte Michael Roll (Heilbronn), der Vorsitzende des Ausschusses Spieltechnik, die Hintergründe und Überlegungen des Ausschusses noch einmal erläutert. Die bereits ausgetragenen Begegnungen werden nun gewertet, die restlichen Spiele der Vorrunde abgesetzt, und die Saison wird erst mit der Rückrunde, der ursprünglich geplante Start war am 16. Januar, weitergeführt.

„Weil aber die ersten drei Spieltage ja schon im Oktober gespielt worden sind und jede Paarung nur einmal stattfinden darf, verschiebt sich der Re-Start entsprechend nach hinten“, erläuterte Roll. „Dadurch geht es nun frühestens am Wochenende 6./7. Februar weiter.“ Erneut ausfallende Partien könnten am Ende der Rückrunde oder an Terminen von bereits in der Vorrunde gespielten Begegnungen nachgeholt werden.

Komplizierter ist die Situation im Jugendbereich. „Oberste Priorität für uns hat die korrekte Durchführung der Qualifikation, die Mitte März beginnt“, so Michael Roll. Die aktuellen Tabellen nach dem Stopp durch die Politik zeigten, dass manche Teams schon alle drei Spiele hinter sich haben, andere jedoch noch keine Partie bestreiten konnten. „Der aktuelle Meisterschaftsspielbetrieb kann unter diesen Umständen nicht mehr zufriedenstellend durchgeführt werden, eine komplette Runde bis zur Qualifikation ist – schon allein zeitlich – nicht mehr möglich“, unterstreicht der Spieltechniker. Deshalb könnten die angesetzten Begegnungen zwar gespielt („Als Vorbereitung für die Quali etwa“), für eine Meisterrunde aber nicht gewertet werden.

Präsident Hans Artschwager (Hildrizhausen) wurde beim Verbandstag erneut gewählt und geht in seine fünfte Amtsperiode an der Spitze des zweitgrößten Landesverbands im Deutschen Handballbund (DHB). Die weiteren Mitglieder seines Präsidiums erhielten ebenfalls eindeutige Voten der insgesamt 138 Delegierten und Teilnehmer des Verbandstags. Aus dem Gremium schied lediglich Edwin Gahai (Oberstenfeld) aus, der bereits im Februar beim Verbandsjugendtag in Stetten/Remstal den Vorsitz des Ausschusses Jugend, Schule, Bildung an Michael Daiber (Böblingen) übergeben hatte.