Kulturreise

Biberacher unternehmen Kulturreise nach Asti

Biberach / Lesedauer: 2 min

Die Mitglieder des Partnerschaftsvereins erkundeten fünf Tage lang die Region
Veröffentlicht:31.05.2016, 17:32
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Erfahrungen mit Land und Leuten im Piemont zu vermitteln, stand bei der fünftägigen Busreise des Asti-Partnerschaftsvereins im Mittelpunkt.

Die Asti .Ausschuss-Mitglieder Hans Braun und Dietrich Kautt hatten die Reise vorbereitet und vermittelten den Teilnehmern während der Tour vielfältige Zusammenhänge aus Geschichte, Wirtschaft und Politik, Architektur und Stadtplanung sowie über Besonderheiten entlang der Reiseroute.

Auf der Hinfahrt wurde in Zillis in der Schweiz die mittelalterliche Bilderdecke in der Kirche St. Martin besichtigt und deren Konzept durch Pfarrer Fliedner erläutert. Ab dem zweiten Tag begleitete Valeria Fazio als Reiseleiterin die Biberacher Gruppe. Sie zeigte ihnen Asti, seine römischen Anfänge, gotischen Kirchen, mittelalterliche Geschlechtertürme, seine barocken Paläste und das Rathaus. Pippo Sacco führte durch das Theater und erläuterte die Geschichte der Piazza Alfieri, wo heutzutage die Pferderennen des Palio ausgetragen werden.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte am dritten Tag Valeria Fazio die Gruppe als „Glückspilze“, weil sie die ganze Alpenkette, zu deren Füßen der Piemont liegt, sehen konnten: von den Seealpen über Monviso und Gran Paradiso bis zum Monte Rossa. Bei einer Fahrt durch die Landschaft des Monferrato wechselten sich Wiesen und Äcker mit Weinbergen und Wäldern ab. Die Hügel sind meist mit pittoresken Türmen, Burgen und Dörfern bekrönt. Besucht wurden die Kapelle Nazario und Celso, Kirche und Schloss in Montiglio, die Abtei in Vezzolano und die Wallfahrtskirche Don Bosco.

Am vierten Tag ging es nach Süden in die Langhe. In La Morra beeindruckte die Biberacher die Sicht auf eine vollständig dem Weinbau angepasste Hügellandschaft, wo kleine Ortschaften weltberühmten Weinen ihren Namen gaben: Barbera d`Asti, Barolo und Barbaresco. Unvergesslich bleibt den Teilnehmern eine Wanderung durch die Steillagen der Weinberge hin zu einer Weinkellerei.

Nach der Besichtigung von Schloss Cavour ging es nach Alba. Dort schloss eine Führung im Dom St. Lorenzo den Bummel durch die Altstadt ab. Tags darauf ging es ein letztes Mal durch die Altstadt von Asti zur Besichtigung des Doms. Diese gotische Backstein-Kathedrale ist die größte in Piemont. Der Innenraum wurde im Barock verputzt und sehr zurückhaltend bemalt, dennoch entfaltet er eine großartige Wirkung.

Danach ging die Reise nach Norden in die Po-Ebene, dem größten Reisanbaugebiet Europas. In der Domäne Colombara erfuhren die Reisegruppe viel über diese Gegend, dass beispielsweise die dort seit 500 Jahren ansässigen Reisbauern schon im 19. Jahrhundert durch industriellen Reisanbau verdrängt worden sind.