Stippvisite

Auf Stippvisite in 21 Kindergärten

Biberach / Lesedauer: 3 min

Oberbürgermeister macht sich im März ein Bild von den Betreuungseinrichtungen
Veröffentlicht:30.03.2016, 15:00
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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In einer „Kindergarten-Rundreise“ hat sich der Biberacher Oberbürgermeister im März ein Bild von 21 städtischen und kirchlichen Betreuungseinrichtungen in Biberach und den Teilorten verschafft. Neben der dort geleisteten Arbeit ging es vor allem um den baulichen Zustand der Kindergärten.

Die städtischen Einrichtungen hat Zeidler bereits zu Beginn seiner Amtszeit 2013 besucht, bei den konfessionellen Kindergärten kannte er bislang teilweise nur die Außenfassade. Im Bereich Bildung und Betreuung hat der Gemeinderat für die Jahre 2016 und 2017 mehrere Beschlüsse zu Um-, Neu- oder Anbauten in Kindergärten gefasst – Gesamtinvestition rund zwölf Millionen Euro.

An vier Dienstagen im März besuchte Zeidler mit Tanja Schneider , Leiterin des Amts für Bildung, Betreuung und Sport (ABBS), insgesamt 21 Einrichtungen. Ziel war es, sich ein Bild vom jeweiligen Kindergartenalltag zu machen, Kontakte zu den Erzieherinnen und Erziehern zu knüpfen und die Einrichtung an sich kennen zu lernen.

Die Leiterinnen führten die Gäste durch ihre Einrichtung. Abschließend gab es Gespräche, auch über Sorgen und Nöte der jeweiligen Einrichtung. Auch so manches Kind nutzte diese Gelegenheit, um dem Oberbürgermeister Fragen zu stellen.

Beim Rundgang durch die Einrichtungen gab es für OB Norbert Zeidler und Tanja Schneider viele wertvolle Eindrücke. Der Beruf der Erzieherin/des Erziehers hat sich in den vergangenen Jahren enorm gewandelt. So verfolgt heute jede Kindertageseinrichtung neben dem Betreuungs- auch einen Bildungsauftrag, der mehr Bildungsgerechtigkeit gewährleisten soll. Die Kinder werden auf unterschiedlichste Weise über den gesamten Tag hinweg gefördert und profitieren dabei von Kooperationen mit verschiedenen Vereinen und städtischen Einrichtungen.

Räumliche Flexibilität gefragt

Auch die Sprachförderung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Umgang mit integrativen Kindern und Kindern mit Fluchterfahrungen war für die Gäste beeindruckend. Inpuncto Flexibilität und Kreativität sind die Erzieherinnen und Erzieher auf Grund der unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten in den einzelnen Einrichtungen stets gefordert. Falls die notwendigen Räumlichkeiten für Ganztages- oder Förderangebote fehlen, wird der Flur zur Spielfläche umfunktioniert, der Bewegungsraum zum Schlafsaal umgebaut oder es entsteht ein mit Vorhängen abgeteilter Speiseraum. „Ich habe größten Respekt vor dem, was in unseren Einrichtungen unter zum Teil unterschiedlichsten Voraussetzungen geleistet wird“, sagte Zeidler über die Arbeit des Personals in den Kindergärten.

Sieben Einrichtungen in der Stadt sind aktuell von anstehenden Baumaßnahmen (Sanierung, Erweiterung oder Neubauten mit verbundenen Umzügen) betroffen. Solche Bauprojekte im laufendem Betrieb abzuwickeln, erfordert viel Geduld, aber auch Engagement und Einsatzkraft des Personals. Dem Personal, aber auch den Eltern und den Kindergartenträgern dankte Zeidler für die weitgehend reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt, aber auch die Bereitschaft, gewisse Beeinträchtigungen hinzunehmen.