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Hallensportbad

684 Teilnehmer schwimmen 3336,8 Kilometer für den guten Zweck

Biberach / Lesedauer: 3 min

25-Stunden-Schwimmen der TG Biberach erbringt 5500 Euro für den guten Zweck – Schwimmprofi Steffen Deibler mit am Start
Veröffentlicht:31.10.2016, 08:54

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Stolzes Ergebnis: 684 Teilnehmer haben beim 25-Stunden-Schwimmen der TG Biberach 3336,8 Kilometer geschwommen und damit den 3200 Kilometer-Rekord von 2014 geknackt. Von 10 Uhr am Samstag bis 10 Uhr am Sonntag zählte im Hallensportbad jeder Meter, den die Schwimmer zurücklegten. 5500 Euro kamen so für die U-25-Suizidprävention der Caritas in Biberach zusammen. Die Teilnehmerzahl sei gut zehn Prozent höher gewesen als 2015, freute sich Organisator Klaus Würstle von der TG-Schwimmabteilung.

Pünktlich um 10 Uhr eröffnen OB Norbert Zeidler und der Biberacher Olympia-Schwimmer Steffen Deibler am Samstag das Schwimmevent und legen sich mächtig ins Zeug: 2050 Meter schafft der OB in einer Stunde. Eine Leistung, auf die er stolz ist: „Ich bin geschafft“, sagte Zeidler, „das ist anstrengender als 80 Kilometer Radfahren“. Steffen Deibler schwimmt für das Team der Kreissparkasse Biberach in den ersten beiden Stunden neun Kilometer, bevor er den Fans Autogramme gibt und erhöht in einer zweiten Runde auf zwölf Kilometer.

Mindestens 60 Schwimmer, Familien und Einzelteilnehmer sind immer gleichzeitig im Becken. Ihre Anstrengungen werden von einem großen Team an Zählern am Beckenrand notiert – aber nur, wenn der Beckenrand auch berührt wurde. Das erfordert große Konzentration, ganz besonders auf Bahn sechs, wo die schnellen Schwimmer unterwegs sind. Auch 40 Mannschaften haben sich angemeldet, sagt Mitorganisator Steffen Fritschle. Mit dabei sind die Wasserwacht mit zwei Teams und die DLRG, die Brauchtumsfreunde Birkenhard und die Schwarzbachschule. Begleitet werden die beiden Teams der Schwarzbachschule von Eltern und ihren Lehrerinnen Martha Völkle und Ute Willburger. „Wir haben viele Schüler, die mitschwimmen, da sind wir ganz stolz“, sagt Völkle und Willburger ergänzt: „Im Wasser erkennt man die Unterschiede nicht. Entweder kann einer schwimmen oder nicht. Das ist richtige Inklusion.“ Markus Köder von der Wasserwacht will mit seinem Team auf jeden Fall wieder aufs Treppchen. Am Sonntagmorgen haben sie schon weit mehr als 100 Kilometer erreicht.

Die Bahnen sind bis auf eine rund um die Uhr belegt, Wartezeiten verkürzen sich die Schwimmer mit Sprüngen vom Drei- und Fünf-Meter-Turm und bei den verschiedenen Angeboten der befreundeten Vereine. Verena Kammerlander, Jugendleiterin vom TSC Biberach, bietet vor Mitternacht noch ein Nachttauchen an. Das sei eine besondere Erfahrung, gehe auch ein wenig auf die Psyche. Sechs jugendliche Taucher nutzen die Gelegenheit, im dunklen Sprungbecken zu tauchen.

Morgens um 8 Uhr bietet Hermann Hamma ein letztes Mal für diese Saison die Möglichkeit, das Sportabzeichen abzulegen, aber um diese Uhrzeit lassen sich nur zwei Schwimmer aus dem Bett holen. Organisator Würstle ist am Sonntag müde, aber zufrieden: Erschwommen wurde eine Summe von gut 5000 Euro, OB Zeidler stockte diese Summe auf 5500 Euro auf.

Die jüngste Teilnehmerin war die vierjährige Lina Glanser. Sie ist 150 Meter geschwommen. Jüngster Teilnehmer mit 550 geschwommenen Metern war der sechs Jahre alte Robin Müller. Familie Schönig hat mit 60200 Metern den ersten Platz belegt, die beste Mannschaft war „O2 zu CO2“ mit 197650 Metern, bester Einzelschwimmer mit 50750 Metern ist Anthimers Sachpazidis. Alle Ergebnisse unter

www.bc-schwimmen.de