Magnusfest

Das Magnusfest hat einen neuen jungen Festwirt

Bad Schussenried / Lesedauer: 3 min

Der junge Gammertinger betreibt mehrere Foodtrucks – Was er für Schussenried geplant hat
Veröffentlicht:02.07.2022, 11:00

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Das Magnusfest hat einen neuen Festwirt: René Bogenschütz aus Gammertingen. Der 31-Jährige ist Inhaber mehrerer Foodtrucks und wird die Gäste beim Heimat- und Kinderfest in Bad Schussenried gemeinsam mit seiner Freundin Lea Lichownik vier Tage lang mit vielen neuen Ideen bewirten.

Ein Festwirt zu finden ist in diesen besonderen Zeiten nicht einfach, da viele Feste gleichzeitig stattfinden und zahlreiche Fachkräfte der Gastronomie den Rücken gekehrt haben. Die Zusammenarbeit mit Bogenschütz hat Thomas Abt in die Wege geleitet, Besitzer des Schussenrieder Weinstadl und Teil des Fest-Komitees. „Wir haben volles Vertrauen, dass er das super macht“, sagt er. Er selbst habe bei verschiedenen Veranstaltungen schon mit dem jungen Mann zusammengearbeitet. „Wir haben jemanden gesucht, der das mit Leib und Seele und viel Herzblut macht – und solch' einen Festwirt haben wir mit René gefunden“, freut Abt sich.

Wie alles begann

Auch Bogenschütz selbst blickt mit viel Freude und Optimismus auf seine erste Saison als Festwirt beim Magnusfest, das vom 16. bis 19. September stattfindet. René Bogenschütz ist gelernter Bäcker und Groß- und Einzelhandelskaufmann. Nach seiner Ausbildung arbeitete er einige Zeit in der elterlichen Bäckerei mit. Diese unterstützten ihn von Anfang an, als er 2015 beschloss, sich den ersten Foodtruck zu kaufen. Inzwischen boomt das Geschäft so sehr, dass Anfang des Jahres sein Schwager mit in das Geschäft einstieg. Mittlerweile besitzen sie fünf der rollenden Restaurants und beschäftigen ein Team von 14 Mitarbeitern. Regelmäßig übernehmen sie das Catering auf Großevents.

„Ich hatte mir zuvor nie überlegt, Festwirt zu werden, dennoch traue ich es mir zu und freue mich sehr darauf“, erzählt der 31-Jährige. „Nach der dreijährigen Corona-Pause möchten wir das Festzelt vom Magnusfest wieder zu etwas ganz Besonderem machen.“ Da es jedoch das erste Mal ist, wird er während des viertägigen Heimatfests im Hintergrund von allen Seiten unterstützt, die bereits Erfahrung in diesem Bereich haben. Die Verantwortung liegt jedoch allein bei ihm. Das jedoch stört ihn nicht. „Am Anfang war ich etwas aufgeregt, jetzt freue ich mich einfach drauf“, sagt er.

1000 Gäste am Tag

Dass die Corona-Zahlen zurzeit wieder steigen, macht ihm kein Kopfzerbrechen. „Im Moment gibt es keine Auflagen und wir hoffen, dass es so bleibt. Und sollte die Situation sich ändern, werden wir kurzfristig darauf reagieren.“ In den Jahren vor der Pandemie besuchten zwischen 1000 und 1200 Menschen pro Tag das Festzelt. Der Festwirt geht davon aus, dass es dieses Jahr ebenso viele wieder sein werden.

Was dieses Jahr neu ist: Das Festzelt wurde um ein paar Meter versetzt, sodass der Biergarten Abendsonne hat. So soll dafür gesorgt werden, dass die Gäste sich dort auch noch zu späterer Stunde wohlfühlen. Zudem wird es im Außenbereich einen weiteren Ausschank geben, um die Laufwege zu verkürzen. Im Festzelt wird eine Weinlaube eingerichtet. Dort soll es hochwertigen Wein im Glas geben. Am Freitag- und Samstagabend wird sich die Laube in eine Bar verwandeln, wo es dann auch Hochprozentiges zu kaufen gibt.

Zudem gibt es ein extra Küchenzelt, sodass es im Festzelt nicht mehr so stark nach Essen riecht. Für die gute Stimmung im Festzelt sorgen zwei Bands: Am Samstagabend die Partyband Oh la la, die seit 2007 regelmäßig auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart vertreten ist. Am Montagabend wird die Band Alpencasanova das Festzelt noch einmal ordentlich einheizen. Auch sie hatten schon mehrere Auftritte auf der Münchner Wiesn und dem Cannstatter Wasen.