Kreisgemeinde

Landrat Schmid besucht Achstetten

Achstetten / Lesedauer: 2 min

Landrat Schmid besucht Achstetten
Veröffentlicht:01.07.2010, 14:50
Aktualisiert:26.10.2019, 02:00

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Als 42. von 44 Kreisgemeinden hat Landrat Dr. Heiko Schmid die Gemeinde Achstetten besucht. Beim Gespräch mit den Bürgern blickte er in eine positive Zukunft der Gemeinde.

Von unserer Mitarbeiterin   Sonja Niederer

Dass Achstetten eine der letzten Gemeinden sei, solle aber nicht heißen, dass die Gemeinde weniger wichtig sei als andere, so Schmid beim Bürgergespräch im Sportheim in Bronnen. Es sei vielmehr so, dass das Landratsamt als Rechtsaufsichtbehörde keine Veranlassung sehe, Achstetten möglichst schnell in den Fokus zu nehmen. „Die Verhältnisse in Achstetten sind, trotz schwieriger werdender finanziellen Rahmenbedingungen, noch in Ordnung“.

Am Nachmittag hat sich der Landrat bei einer Rundfahrt einen Überblick über die vier Teilgemeinden, Achstetten, Stetten, Oberholzheim und Bronnen verschafft. Bürgermeister Kai Feneberg erläuterte die Infrastruktur, Gewerbe- und Baugebiete, Schulen, Kindergärten und geplanten Investitionen. Er wies auch auf die Schwierigkeiten hin, eine ausreichende Nahversorgung aufrecht zu erhalten.

Oberholzheims Pfarrer Andreas Kernen informierte nach einer Besichtigung des evangelischen Gemeindehauses über den Dichter Christoph Martin Wieland, der im Pfarrhaus in Oberholzheim geboren ist. In der Firma ACD erklärte Geschäftsführer Johann Bolkart die Geschäftsbereiche der Firma wie Automation und Computer-Datentechnik. Bei einem Rundgang durch das Geschäftsgebäude erhielten die Gäste einen Einblick in Entwicklung und Produktion. „Ein super aufgestelltes Unternehmen“, sagte Schmid.

Am Abend im neuen Sportheim der Sportfreunde Bronnen stellte Vorsitzender Oliver Bentele den Verein vor. Bentele nutzte die Gelegenheit, den wachsenden Bürokratismus. „Setzen Sie sich ein für unsere Vereine, die ehrenamtlichen Helfer und die Jugendarbeit“, appellierte Bentele. „Unterstützungen nicht kürzen, sondern fördern und weiter ausbauen.“

Beim Bürgergespräch stellte Landrat Dr. Schmid der Gemeinde eine positive Prognose. Achstetten verfüge über eine sehr gute Infrastruktur. Die vergangenen Jahre seien aber auch an Achstetten nicht spurlos vorübergegangen. Wichtig sei der Blick nach vorne. „Auch die nachfolgenden Jahre werden noch schwierig werden“, so Schmid.

Themen, welche den Bürgern am Herzen lagen, waren etwa die Planungen zum Radwegebau. Ebenso wurden Hilfestellungen für die Unterhaltung älterer Häuser in den Ortskernen gewünscht. „Die Dorfkerne verlieren Leben“, meinte ein Oberholzheimer Bürger. Er wünscht sich ein Gesamtkonzept, um die Dorfkerne attraktiver zu gestalten. Ebenso waren die Diskussionen um eventuelle Schließungen von Krankenhäusern im Kreisgebiet, darunter auch in Laupheim, ein Thema, das den Bürgern Sorge machte. „Ich hoffe, dass es gelingt, die bisherige Struktur von dezentralen und wohnortnahen Einrichtungen beizubehalten“, sagte Schmid.