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Höhere Ausgaben als Einnahmen in Achstetten

Achstetten / Lesedauer: 3 min

Gemeinde verabschiedet den Haushalt 2017
Veröffentlicht:04.04.2017, 19:15

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Einstimmig hat der Achstetter Gemeinderat am vergangenen Montag den Haushaltsplan für 2017 verabschiedet. Als große Ausgabepunkte für die kommenden Jahre sieht Bürgermeister Kai Feneberg den Umbau der Schule Achstetten , der Neubau des Kindergarten Stetten, den Umbau der bisherigen Schul- und Kindergartenräume in Oberholzheim, die Sanierung der Feuerwehrhäuser, den Zuschuss an die Sportfreunde Bronnen und die Zuschussrate für die TSG Achstetten.

Die Verabschiedung des Haushaltsplanes sei ein wichtiger Tagesordnungspunkt bei dem die Weichen für die Gemeinde für dieses Jahr und die kommenden Jahre gestellt würden, sagte der Bürgermeister. Denn ohne einen rechtskräftigen Haushaltsplan könne kein Geld ausgegeben werden. Die geplanten Ausgaben seien in den vorherigen Sitzungen ausgiebig beraten, die Ortschaftsräte nach ihren Wünschen gefragt worden sowie danach, welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Auf dessen Grundlage sei der Haushaltsplan entstanden.

Einnahmen sollen wachsen

Leider gäbe es in diesem Jahr eine Negativzuführung in Höhe von minus 238000 Euro zum Vermögenshaushalt, so Feneberg. Dass heiße, dass die laufenden Ausgaben nicht mehr von den Einnahmen gedeckt werden können. Die Gemeinde befinde sich auf einem hohen Niveau, was auch mit den Kosten für die Kinderbetreuung, bei der die Gemeinde sehr gut aufgestellt sei, zu tun habe. Um die Einnahmeseite zu erhöhen müsse überlegt werden, ob an der Gebührenpolitik etwas geändert werden sollte.

Bürgermeister Feneberg appellierte an das Verantwortungsgefühl und die Haushaltsdisziplin aller Mandatsträger. „Wir müssen an die Aufgaben denken, die in den nächsten Jahren vor uns liegen.“

Vor der Abstimmung über den Haushaltsplan meldeten sich noch einige Gemeinderäte zu Wort. So störte etwa Stephan Sachs, dass sich keiner im Gemeinderat Gedanken darüber gemacht habe, was bei den Wünschen der Ortschaften raus gestrichen werden könne. Feneberg erwiderte, dass er das schon öfter gefordert habe. Mit dem Umbau der Schule werde die Pro-Kopf-Verschuldung in den nächsten zwei bis drei Jahren steigen. Allerdings denke er nicht, dass der Gemeinderat anschließend ein Sabbatjahr einlegen werde.

Auch Sascha Stecken schlug vor, dass das nächste Mal wieder mehr über die Wunschliste diskutiert werden soll, also welche Maßnahmen gestrichen oder auf die kommenden Jahre verschoben werden könnten.

Erhöhung der Grundsteuer B im Gespräch

Michael Schick sagte, er habe das Gefühl, dass die Ortschaften hoch in die Forderungen eingestiegen seien. Er regte an, die Einnahmeseite zu verbessern, etwa durch eine Erhöhung der Grundsteuer B. Ihn mache es immer wieder stutzig, wie sich die Bodenflächen in den letzten Jahren entwickelt haben. Gut fand er, dass versucht werde, Baulücken im Dorf zu schließen und weniger außerhalb zu bauen, um so eine Zersiedelung und einen zu großen Flächenverbrauch zu verhindern. Die nächsten Jahre würden zeigen, wo es hingehe, so Schick weiter. Das Bevölkerungswachstum sorge für neue Aufgaben für die Gemeinde. Gesundes Wachstum sei gut, aber zu hohes Wachstum verursache auch Kosten.

Stettens Ortsvorsteher Johannes Baur sagte, dass wenn die Schulsanierung vorbei sei, sich die Lage wieder entspannen werde. Er denke, dass aus der Wunschliste „nicht soviel hätte gestrichen werden können“.

Das Haushaltsvolumen der Gemeinde Achstetten für 2017 beträgt insgesamt 18 027 000 Euro. Davon entfallen 11 598 000 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 6 429 000 Euro auf den Vermögenshaushalt.

Die Pro- Kopf Verschuldung der Gemeinde beträgt 2017 149 Euro pro Einwohner – bei einer gesamten Schuldensumme von 681832 Euro. Die prognostiziertenSteuereinnahmen belaufen sich auf 5 143 000 Euro. Zusätzliche Kredite sind keine notwendig.

Feneberg bedankte sich beim Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit. Für Kämmerer Stefan Echteler war es der erste Haushaltsplan für die Gemeinde Achstetten.