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Sportplatzneubau

Bronnens Fußballer beginnen Sportplatzneubau

Achstetten / Lesedauer: 4 min

Gesamtprojekt kostet 320 000 Euro – Außergewöhnliche Pflegepatenschaften sollen Qualität des Rasens sichern
Veröffentlicht:07.06.2017, 18:56

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Die Bauarbeiten für den neuen Sportplatz in Bronnen können beginnen. Am Dienstagabend haben die Verantwortlichen den symbolischen Spatenstich für den neuen Rasen gesetzt. 320 000 Euro soll der Neubau des Hauptspielfeldes kosten.

Eigentlich wollten die Sportfreunde Bronnen sich Stück für Stück an die Erneuerung ihrer Anlage machen: Flutlicht, Rasen, Fangzäune. Aber während der Planung sei klar geworden, dass nur eine Gesamtlösung sinnvoll sei, sagt der Projektleiter Sascha Stecken. „Wir wollen gute Verhältnisse für alle Sportler schaffen“, unterstreicht Benjamin Baur , Vorsitzender des Vereins.

Bauarbeiten haben bereits begonnen

„Wenn die Bauarbeiten durch sind, dann haben wir für die nächsten 20 Jahre Ruhe“, sagt Sascha Stecken. Mit Beginn der Sommerpause haben die Arbeiten breits begonnen. Die Fluchtlichtanlage ist vor drei Wochen erneuert worden. „Die neuen LED-Strahler sind in der Kreisliga schon etwas Besonderes“, sagt Stecken. Die Lichter seien besonders hell und kostengünstig im Betrieb, erklärt er. Auch neue Fangzäune sind bereits installiert worden. Jetzt beginnen die Arbeiten am Hauptspielfeld. Die unebene Oberfläche habe bei Spielern in der Vergangenheit zu Verletzungen geführt, erklärt Stecken – „da mussten wir etwas machen“. Jetzt bekommt das Hauptspielfeld eine Drainage zur Wasserableitung. Außerdem erhalten beide Spielflächen eine Bewässerungsanlage mit einer sogenannten Unterflurberegnung. Das Wasser dafür kommt aus einem neuen Brunnen abseits der Anlage.

Die Firma Sportstättenbau Garten-Moser aus Reutlingen übernimmt die Arbeiten in Bronnen. Zunächst wird der alte Rasen abgetragen, dann werden die Rohre für insgesamt 15 Halb- und Vollkreisregner eingebaut. Anschließend wird eine Rasentragschicht aufgetragen, das Gefälle erstellt und der Rasen eingesät. Im Frühjahr 2018 soll der Rasen wieder genutzt werden können.

Während der Bauarbeiten spielen die Fußballer auf dem Trainingsplatz direkt nebenan. Wenn das Hauptspielfeld wieder verfügbar ist, wird der Trainingsplatz nach der intensiven Nutzung aufbereitet.

Patenschaften sollenPflege sichern

Das eigentliche Problem sei nicht die Finanzierung, sondern der Unterhalt des neuen Platzes, sagt Stecken. Bislang hat die Pflege des Spielfeldes rund 1800 Euro pro Jahr gekostet. Der neue Platz braucht aber neben der Beregnungsanlage einen speziellen Sportrasendünger, einen computergesteuerten Mähroboter und deutlich mehr Aufmerksamkeit. Das geht ins Geld: Bis zu 8000 Euro pro Jahr werden fällig sein. „Viele Plätze, die wir uns im Vorfeld angesehen haben, waren nicht gut gepflegt, weil einfach das Geld gefehlt hat“, sagt Stecken.

Deshalb haben sich die Sportfreunde etwas einfallen lassen. Freunde und Gönner des Vereins können eine Pflegepatenschaft für einzelne Parzellen des Spielfelds übernehmen, mehr als 60 sind es über den ganzen Sportplatz verteilt. Der Fünfmeterraum und der Mittelkreis kosten zum Beispiel jeweils 250 Euro im Jahr, der Bereich an den Außenlinien 25 Euro. Wer eine Patenschaft abschließt, verpflichtet sich fünf Jahre lang zur Übernahme der vereinbarten Kosten, das soll den Platz in Schuss halten. Das von Projektleiter Stecken entwickelte Konzept geht auf: Bereits 45 Prozent der Parzellen sind vergeben, schätzt er. So könnten die Qualität des Platzes gehalten und die Kosten für den Verein gedrückt werden, erklärt er.

Gemeinde bezahlt Sonderförderung

Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben schätzt der Verein auf 320000 Euro. Die Gemeinde Achstetten unterstützt die Sportler mit einer Sonderförderung von 25 Prozent der Bausumme, aber maximal 87000 Euro. Hinzu kommen von der Gemeinde noch zehn Prozent der Gesamtsumme im Rahmen der regulären Vereinsförderung. 82000 Euro bekommen die Sportler als Fördergeld vom Württembergischen Landessportbund und hinzu kommen noch Sponsorengelder, erklärt Sascha Stecken. „Ohne die Sponsoren würden wir das Ganze gar nicht schaffen“, sagt der Vereinsvorsitzende Benjamin Baur. Der Verein investiert außerdem 25000 Euro aus Rücklagen. Am Ende bleiben rund 65000 Euro übrig, schätzt Stecken, die über einen Kredit finanziert werden sollen.