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Annäherung von Bayern und Tirol

Überraschende Harmonie beim Brenner–Transit

Kommentar / Lesedauer: 1 min

Bisher hatte man den Eindruck, vor allem Bayern und Tirol stehen einander im Streit um den Alpentransit unversöhnlich gegenüber. Die neue Harmonie ist wohltuend, meint Ulrich Mendelin.
Veröffentlicht:12.04.2023, 18:00

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Bisher hatte man den Eindruck, vor allem Bayern und Tirol stehen einander im Streit um den Alpentransit unversöhnlich gegenüber — die neue Harmonie auf allen Seiten des Brenners ist daher eine wohltuende Überraschung.

Auf Tiroler Seite dürfte der Abgang des bisherigen Landeshauptmanns Günther Platter, der sein Land in einer Lage der Notwehr gesehen hatte, zur Entkrampfung beigetragen haben. Und womöglich auch die Tatsache, dass Tirols ewige Regierungspartei ÖVP neuerdings nicht mehr mit den Grünen, sondern mit den Sozialdemokraten koaliert.

Zwei Dinge verdienen Beachtung. Erstens wird es interessant sein zu hören, wer die Termine für den Brenner–Transit letztlich vergibt. Der hätte die Macht, die Höchstzahl der alpenquerenden Lastwagen je nach politischem Willen zu erhöhen oder zu senken.

Zweitens: Eine Technik, die einmal installiert ist, muss nicht für immer und ewig auf Schwerlastverkehr beschränkt bleiben. Vielleicht werden auch Italien–Urlauber im Pkw eines Tages ihren „Slot“ buchen müssen. Denn die Staus am Brenner werden wohl kaum über Nacht verschwinden — und das selbe gilt sicherlich auch für Wünsche vor allem aus Tirol, weiter regulierend einzugreifen.