Tunnelsperre

Tunnelsperre und neuer Ärger nach G7-Gipfel

Bayern / Lesedauer: 1 min

Tunnelsperre und neuer Ärger nach G7-Gipfel
Veröffentlicht:29.06.2022, 17:48
Aktualisiert:01.07.2022, 05:31

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Der Ärger um Sperrungen und Staus nimmt für die Menschen in Garmisch-Partenkirchen auch nach dem G7-Gipfel kein Ende. Zum Abreisetag vieler Polizisten war ein wichtiger Tunnel in der Region gesperrt. Es bildeten sich am Mittwoch lange Staus. Rasch verbreiteten sich Spekulationen, dass die Abreise von US-Präsident Joe Biden am Vortag etwas damit zu tun haben könnte. Mehrere Medien berichteten über die Spekulationen.

Der Tunnel Farchant wurde am Dienstagmittag wegen eines Fehlers in der Funkanlage voll gesperrt, die für das Rettungskonzept wichtig ist, wie das Staatliche Bauamt in Weilheim am Mittwoch mitteilte. Biden war zuvor mit seiner Kolonne durch den Tunnel gefahren. «Das ist tatsächlich interessant, dass das kurz nachdem der dort durchgefahren ist, Probleme gab mit der Anlage», sagte Christoph Prause vom Bauamt der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sehe man «keinen technisch logischen Zusammenhang, dass das daher kommt.»

Das Bauamt sprach in einer Mitteilung von einer «massiven Störung des Funkverkehrs im Raum Garmisch-Partenkirchen ». Ob der Biden-Konvoi Schuld an dem Störsignal auf den Sicherheitsfrequenzen für Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte war, kam in der Mitteilung nicht zur Sprache. In dem Konvoi des Präsidenten senden sogenannte Jammer starke Strahlen aus, damit in der Umgebung nichts ferngezündet werden kann.

Um die Staus aufzulösen, sollte der Tunnel in den Hauptverkehrszeiten kurzzeitig geöffnet und danach aber wieder gesperrt werden. «Dieses Öffnungsprozedere kommt insbesondere den Pendlern sowie der Gemeinde Farchant entgegen und soll die örtliche Verkehrssituation entspannen. Gleichzeitig muss dieses Verfahren solange zur Anwendung kommen, bis die technische Störung behoben ist», hieß es in der Mitteilung.

© dpa-infocom, dpa:220629-99-850728/2