Emotionalität

Goretzka zu Lewandowski und Bayern: Emotionalität rausnehmen

Bayern / Lesedauer: 3 min

Goretzka zu Lewandowski und Bayern: Emotionalität rausnehmen
Veröffentlicht:31.05.2022, 13:45
Aktualisiert:02.06.2022, 06:55

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Im heftiger werdenden Disput zwischen Weltfußballer Robert Lewandowski und dem FC Bayern München hat Nationalspieler Leon Goretzka einen Appell an beide Seiten gerichtet. «Ich glaube, dass das insgesamt sowohl für den FC Bayern und auch für Lewy eine unglaubliche Erfolgsgeschichte war. Und allein um dieser Geschichte Respekt zu zollen, wäre ich froh, wenn beide Seiten ein bisschen Emotionalität rausnehmen und versuchen, eine gute Lösung zu finden für alle Beteiligten», sagte der 27 Jahre alte Bayern-Profi am Dienstag im Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Herzogenaurach.

Lewandowski hatte am Vortag bei der polnischen Nationalmannschaft den Druck auf einen Transfer ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages beim deutschen Rekordmeister erhöht. «Für heute steht fest: Meine Geschichte mit Bayern ist vorbei. Nach allem, was in den letzten Monaten geschehen ist, kann ich mir eine weitere gute Zusammenarbeit nicht vorstellen», sagte der 33-Jährige. Aus seiner Sicht sei ein sofortiger Transfer «die beste Lösung für beide Seiten».

Nachdem bereits Lewandowskis Berater Pini Zahavi das Kapitel für beendet erklärt hatte, legte nun der Weltfußballer selbst zur Verwunderung der Bayern-Bosse nach. «Lewandowski zündet die Bombe: Bayern ist für mich schon Geschichte. Es ist selten, dass ein Spieler von dieser Klasse und dieses Könnens auf diese Weise seinen Wunsch äußert, sich von einem so großen Club wie Bayern München zu trennen, für den er seit 2014 gespielt hat», schrieb «Przeglad Sportowy» in Polen.

Die Führung des FC Bayern besteht bislang auf eine Vertragserfüllung. Lewandowski zieht es anscheinend nach Spanien zum FC Barcelona . Die Katalanen müssten für ihn in diesem Sommer eine Ablösesumme zahlen. Diese müsste wohl mindestens 40 Millionen Euro betragen, damit die Bayern einen Wechsel erwägen. Torschützenkönig Lewandowski war 2014 ablösefrei von Borussia Dortmund nach München gewechselt.

«Vieles deutet darauf hin, dass der polnische Stürmer nach der Sommerpause nicht in die Bundesliga zurückkehren wird. Seit langem wird gesagt, dass er zum FC Barcelona wechseln könnte», schrieb «Fakt» in Lewandowskis Heimat.

Ein Abgang Lewandowskis wäre nach dem Wechsel von Erling Haaland zu Manchester City auch für die Bundesliga ein Schlag. «Man stellt jetzt schon fest: In der Vermarktung vom Fußball hängen wir hinterher. Gerade im Ausland», sagte der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge dem TV-Sender Bild. «Man muss fast beten, dass Lewandowski in der Bundesliga bleibt nach dem Abgang von Haaland. Er ist die absolute Attraktion der Liga.»

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