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Brauchtum

Faschingsausklang mit Nostalgie-Ski und Tanz der Marktfrauen

München/Bayrischzell/Würzburg / Lesedauer: 2 min

Bei mildem Wetter und Sonnenschein haben Narren bayernweit den Faschingsausklang gefeiert. Am Münchner Viktualienmarkt lockte der Tanz der Marktweiber zahlreiche Schaulustige...
Veröffentlicht:13.02.2024, 15:36

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Bei mildem Wetter und Sonnenschein haben Narren bayernweit den Faschingsausklang gefeiert. Am Münchner Viktualienmarkt lockte der Tanz der Marktweiber zahlreiche Schaulustige an. Die Damen von Obst-, Gemüse- oder Brotzeitstandln präsentierten ihre traditionelle Schau zu flotten Rhythmen in knallbunten fantasievollen Kostümen. Dieser alljährliche Höhepunkt des Münchner Faschings geht bis auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Außerdem feierten die Münchner in der Altstadt unter dem Motto „München narrisch“ mit Live-Musik und Gardetänzen.

Am Sudelfeld bei Bayrischzell stürzten sich am Faschingsdienstag Dutzende Skifahrer mit historischen Holzskiern und Lederschnürschuhen die Piste hinab. Manche Damen kurvten im langen Rock bergab, manche Herren trugen Knickerbocker - oder was der Keller sonst an Nostalgischem hergab. Zahlreiche Gäste verfolgten das Gaudi-Rennen beim Nostalgie-Skifasching.

Einige Nostalgie-Fans hatten nur einen Stock wie in den Anfängen des Skifahrens, die meisten hatten Ski ohne Kanten. „Das macht heute nichts aus, weil der Schnee so weich ist“, sagte Egid Stadler, Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld. Trotz des milden Wetters seien viele Skifahrer gekommen. Auch wenn neben den beschneiten Pisten längst alles grün ist: „Unser Plan ist, bis Ostern zu fahren. Irgendwann wird es ja noch mal Schnee geben“ - auch wenn der Wetterbericht das bisher nicht hergebe.

In Bamberg sollte am Faschingsdienstag eine Party unter dem Motto „Fasching in der Galaxie - Planet der Fantasie“ steigen. Bayernweit hatten in den vergangenen Tagen die Narren ausgelassen bei Prunksitzungen und Faschingsumzügen gefeiert. Am Sonntag verfolgten in den fränkischen Fastnachtshochburgen Würzburg, Nürnberg, Coburg und Bayreuth mindestens 125.000 Menschen die Umzüge der Karnevalsvereine - allein in Würzburg sollen es laut Polizei 60.000 bis 70.000 Zuschauer und Teilnehmer gewesen sein. Am Aschermittwoch endet das närrische Treiben bis zum 11.11. Für Christinnen und Christen beginnt dann die Fastenzeit.