Verkehr

Bernreiter: Bayern bremst nicht bei 49-Euro-Ticket

Bayern / Lesedauer: 2 min

Bayern will bei der Einführung des 49-Euro-Tickets aufs Tempo drücken und fordert den Bund dazu auf, schnellstens noch fehlende Voraussetzungen zu schaffen, sagte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) am Montag nach einer Sitzung des Kabinetts. «Ich bremse nicht», sagte Bernreiter. «Wir erwarten, dass jetzt die Fragen schnell geklärt werden.»
Veröffentlicht:25.01.2023, 21:59
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Bayern will bei der Einführung des 49-Euro-Tickets aufs Tempo drücken und fordert den Bund dazu auf, schnellstens noch fehlende Voraussetzungen zu schaffen, sagte Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) am Montag nach einer Sitzung des Kabinetts. «Ich bremse nicht», sagte Bernreiter. «Wir erwarten, dass jetzt die Fragen schnell geklärt werden.»

Insbesondere müsse die Frage des Beihilferechts mit der EU-Kommission geklärt werden. Auch die gerechte Verteilung der Einnahmen aus dem Ticketverkauf sei noch nicht abschließend gelöst. Die Länder arbeiteten daraufhin, die Einführung des Tickets «spätestens zum 1. Mai» zu gewährleisten. Unter den Bundesländern herrsche dabei weitgehend Einigkeit. «Wir sind eigentlich immer ins Gelingen verliebt», sagte Bernreiter. Alle Länder-Verkehrsminister wollten das Ticket.

Ferner dürfe das Ticket nicht nur digital angeboten werden, damit auch Menschen ohne Smartphone zugreifen könnten. Innerhalb einer einjährigen Übergangsfrist soll es deswegen auch Papiertickets geben, etwa für Ältere oder junge Schulkinder. Bayern will zusätzlich zum bundesweiten 49-Euro-Ticket für Studierende, Auszubildende und freiwillig Dienstleistende vom Wintersemester 2023/24 an ein 29-Euro-Ticket anbieten.

Bernreiter kündigte an, dass die großen Verkehrsverbünde in Bayern weiter ausgeweitet werden sollen. In Südbayern habe sich der Landkreis Bad Tölz dem Münchner Verkehrsverbund MVV angeschlossen, für Stadt und Landkreis Rosenheim und den Landkreis Miesbach stehe dies bevor. In Nordbayern stünden Stadt und Landkreis Coburg, Stadt und Landkreis Hof, sowie die Landkreise Kulmbach, Kronach, Wunsiedel und Tirschenreuth vor der Aufnahme in den Nürnberger Verkehrsverbund VGN.

Der Verkehrsminister betonte, es werde nun auch schnell mit der Ausarbeitung eines Kabinettsentwurfs für ein Radgesetz in Bayern begonnen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass der Freistaat gemeinsam mit den Kommunen 1500 Kilometer neue Radwege bauen und die Fahrradmitnahme in Zügen für nur einen Euro ermöglichen will. Außerdem soll ein Härtefallfonds für Fahrradunfälle aufgelegt werden.