Stammstrecke

Bericht: Zweite S-Bahn-Stammstrecke teurer und später

Bayern / Lesedauer: 1 min

Bericht: Zweite S-Bahn-Stammstrecke teurer und später
Veröffentlicht:29.06.2022, 19:20
Aktualisiert:01.07.2022, 05:32

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Die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München könnte nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag) viel teurer werden und viel später in Betrieb gehen als geplant. Es werde damit gerechnet, dass die Kosten von 3,8 Milliarden auf fünf Milliarden Euro steigen und die ersten Züge nicht 2028, sondern erst 2033 fahren. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) werde am Donnerstag zu einem Krisengespräch in der bayerischen Staatskanzlei mit Ministerpräsident Markus Söder ( CSU ), dem bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) und der Zweiten Bürgermeisterin von München, Katrin Habenschaden (Grüne), erwartet.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, die DB stehe mit den Projektpartnern im regelmäßigen Austausch. «Das umfasst auch die Zeit- und Kostenpläne des Projekts. Zu der Berichterstattung möchten wir uns nicht äußern.»

Ein Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums sagte, am Donnerstag sei ein Kennenlerntreffen mit Wissing in der Staatskanzlei geplant. Dabei werde auch über die Stammstrecke gesprochen.

Alle Münchner S-Bahnen müssen auf der 1972 zu den Olympischen Spielen eröffneten Stammstrecke in einem Tunnel die Münchner Innenstadt unterqueren. Um dieses Nadelöhr zu beseitigen, wird auf rund zehn Kilometern eine zweite Stammstrecke gebaut. Im Oktober 2016 haben der Bund und der Freistaat Bayern die gemeinsame Finanzierung vereinbart. Danach trägt der Bund 60 Prozent der förderfähigen Baukosten. Zugrunde lagen die damals von der Deutschen Bahn errechneten Gesamtkosten von 3,85 Milliarden Euro.

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