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Fußball

1860 München „auf einer Welle“

München / Lesedauer: 2 min

Argirios Giannikis hat den Dreh raus. Unter ihrem neuen Trainer blühen die „Löwen“ auf. Der Coach der Ingolstädter war vor dem Bayern-Derby dagegen etwas desorientiert.
Veröffentlicht:12.02.2024, 11:25

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Die „Löwen“ schweben aktuell auf Wolke 1860. Die Münchner blieben auch im Bayern-Derby gegen den FC Ingolstadt unter ihrem neuen Trainer Argirios Giannikis ungeschlagen. Nach nun sechs Spielen in der 3. Fußball-Liga ohne Niederlage versprüht der TSV 1860 München tatsächlich wieder Zuversicht. „Unser Selbstvertrauen wächst. Und es macht Spaß, der Mannschaft zuzuschauen“, sagte Giannikis nach dem 3:1 (1:0) am Sonntag gegen die Ingolstädter um den früheren „Löwen“-Coach Michael Köllner.

Diesem fehlte vor dem Spiel noch leicht die Orientierung. „Beim Reingehen musste ich schon noch einen kleinen Schlenker machen, weil ich gemerkt habe: Ich bin falsch unterwegs. Die Gästekabine ist auf der anderen Seite“, berichtete Köllner, rund dreieinhalb Jahre Coach des TSV, bei Magentasport. „Zuvor war das der natürliche Trieb.“

Ein Eigentor für den Jahresrückblick

Der erstarkte Angreifer Fynn Lakenmacher brachte 1860 mit einem feinen Lupfer auf Zuspiel des omnipräsenten Julian Guttau in Führung. Das 2:0 war dann kurios: FCI-Torwart Marius Funk wollte einen Rückpass weiterleiten, stolperte und lenkte den Ball mit dem Fuß ins eigene Tor (58. Minute). „Das 0:2 wird im Jahresrückblick auftauchen“, stöhnte Köllner.

Jannik Mause verkürzte per Foulelfmeter, es war das 16. Saisontor des FCI-Angreifers. In der Nachspielzeit sorgte aber der eingewechselte Youngster Mansour Ouro-Tagba für das 3:1. „Es war ein Riesen-Tor für mich. Richtig krass, hier an der Grünwalder Straße zu treffen.“

Guttau blüht beim TSV auf

„Für jeden Fußballer ist es wichtig, Siege einzufahren. Aktuell schweben wir auf einer kleinen Welle“, sagte der aus einer starken Offensive herausstechende Guttau. „Ich habe unter dem neuen Trainer eine andere Rolle, spiele zentraler. Wir haben taktisch an einigen Stellschrauben gedreht. Das kommt auch mir zugute.“

Giannikis hat in seinen ersten Wochen in München menschliches und taktisches Gespür bewiesen. Anders wäre die Bilanz von drei Siegen und drei Unentschieden bei diesem chronisch aufgeregten Traditionsverein auch gar nicht möglich. „Ich freue mich für die Mannschaft, dass wir uns aus der Drucksituation ein bisschen Luft verschafft haben“, sagte der Coach. Die Klettertour in der Tabelle soll nicht auf Platz 13 enden.