Vergewaltigungsfall

Gruppenvergewaltigung: Polizei wusste nicht, wo sich der Verdächtige aufhielt

Freiburg / Lesedauer: 1 min

Der Verdächtige im Freiburger Vergewaltigungsfall war doch nicht aus ermittlungstaktischen Gründen auf freiem Fuß: Tatsächlich wusste die Polizei nicht, wo sich der Mann aufhielt.
Veröffentlicht:30.10.2018, 19:00
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Der Verdächtige im Freiburger Vergewaltigungsfall war doch nicht aus ermittlungstaktischen Gründen auf freiem Fuß: Tatsächlich wusste die Polizei nicht, wo sich der Mann aufhielt.

Gegen ihn habe bereits seit dem 10. Oktober ein Haftbefehl vorgelegen, der aber nicht vollzogen werden konnte, da sein Aufenthaltsort zu dem Zeitpunkt nicht sicher gewesen sei. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Freiburg mit. Das Fahndungsdezernat sei dann eingeschaltet worden. Der Haftbefehl sei am 21. Oktober vollstreckt worden. Wegen welcher Straftat der Haftbefehl vorlag, ließen die Ermittler offen. Zunächst waren ermittlungstaktische Gründe für die Verzögerung angegeben worden.

In der Nacht zum 14. Oktober soll eine 18-Jährige nach einem Disco-Besuch von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Acht Männer sitzen in Untersuchungshaft — sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und ein 25 Jahre alter Deutscher. Der Mann, gegen den bereits der Haftbefehl vorlag, soll mit der 18-Jährige die Disco verlassen haben.