Anschlussstelle

Tier auf Autobahn überfahren: Es war ein Wolf

Neuenstein / Lesedauer: 1 min

Das Tier, das am 18. Februar an der A6 im Hohenlohekreis tot aufgefunden wurde, war ein Wolf. Noch unklar ist, ob es dasselbe Tier war, das kurz zuvor im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs war.
Veröffentlicht:28.02.2019, 15:37
Aktualisiert:22.10.2019, 12:00

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Das am 18. Februar 2019 an der Autobahn A6 zwischen den Anschlussstellen Öhringen und Neuenstein im Hohenlohekreis tot aufgefundene Tier war ein Wolf. Das hat das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin am Donnerstag gegenüber der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) bestätigt.

Der Wolf war mit einem Chip versehen. Damit wurde er als das Tier identifiziert, das am 18. Januar 2019 aus dem Wildparkpark Knüll in Hessen entlaufen war.

War es das gleiche Tier?

Ob es sich bei dem an der A6 getöteten Wolf um das Tier handelt, das am Wochenende vor dem Unfall in der Nähe von Schwarzach, Binau, Neckargerach und Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis gesichtet wurde, ist bislang nicht geklärt.

Derzeit werden die damals sichergestellten Haare beim Senckenberg-Institut genetisch analysiert. Das Umweltministerium wird das Ergebnis dieser Untersuchung veröffentlichen, sobald sie abgeschlossen ist. Das kann noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Nabu, Johannes Enssle, forderte mehr Investitionen in die „Grüne Infrastruktur“ — also in Grünbrücken und Tierdurchlässe, damit Wildtiere sicher über gefährliche Straßen finden. Laut Enssle werden fast drei Viertel aller tot aufgefundenen Wölfe in Deutschland beim Überqueren von Straßen tödlich verletzt. Illegale Tötungen sind daneben die zweithäufigste Todesursache bei Wölfen.

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