Konflikt um Windräder

Streit mit Bundeswehr um Windpark im Altdorfer Wald beendet?

Stuttgart / Lesedauer: 2 min

Der Windpark im Altdorfer Wald im Kreis Ravensburg kann nun doch weiter geplant werden. Einen Konflikt mit der Bundeswehr hält die zuständige Ministerin für ausgeräumt.
Veröffentlicht:25.01.2023, 01:00

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Die Planung eines der größten Windparks in Baden-Württemberg im Altdorfer Wald (Kreis Ravensburg) kann weitergehen. Bedenken wegen Übungsrouten für Hubschrauber der Bundeswehr sind nach Auffassung von Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne) ausgeräumt. Das teilte ihr Haus auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit.

In dem Wald sollen sich in in einigen Jahren mehr als 40 Windräder drehen. Im Herbst hatte das Großprojekt jedoch auf der Kippe gestanden. Grund waren neue Übungsrouten des Hubschraubergeschwaders 64 aus Laupheim. Diese führten laut Walker über das für die Windräder vorgesehen Areal – damit wäre deren Bau unmöglich. Aus Sicherheitsgründen dürfen in einem Korridor von drei Kilometern Breite auf den Flugstrecken keine Windräder entstehen.

Streit um Flugrouten

Die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium hatten Walkers Vorwürfe zurückgewiesen. Die Routen seien keineswegs neu, man prüfe den Fall. Walker bat sowohl Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) als auch die damalige Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) per Brief um Unterstützung.



Ende November antwortete Lambrecht, man habe bestehende, nicht genutzte Übungsstrecken für die Hubschrauber reaktiviert. Nun prüfe ihr Haus die Routen mit Blick auf die Windpark-Planung im Altdorfer Wald.

„Neben militärischen Gesichtspunkten werden dabei auch die Erfordernisse des Windenergieausbaus im Land Baden-Württemberg berücksichtigt. Über das Ergebnis wird Sie das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) informieren“, heißt es in dem Schreiben, das der „Schwäbischen Zeitung“ vorliegt.

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Offenbar ist diese Prüfung nun beendet, mit positivem Ergebnis für den Windpark. Bei einem Vor-Ort-Termin in der vergangenen Woche seien auch Vertreter des BAIUDBw und des Hubschraubergeschwader 64 Laupheim im Altdorfer Wald gewesen. „Demnach stehen den geplanten Windkraftanlagen keine militärischen Belange entgegen“, sagte eine Sprecherin von Walker der „Schwäbischen Zeitung“ zum Ergebnis des Treffens.

Einer der größten Windparks

Die Grünen-Politikerin selbst zeigte sich hocherfreut. „Das ist eine sehr gute Nachricht und ein wichtiger Schritt für die Umsetzung dieses Windkraftprojekts, das zu den größten des Landes zählen wird. Unser Werben und unsere Bemühungen haben sich gelohnt. Für die Energiewende und unsere Versorgungssicherheit brauchen wir wirklich jede Fläche.“



Endgültig genehmigt ist das Projekt damit noch nicht. Weitere Prüfungen durch die Behörden stehen noch an.