Sitzblockade

Sitzblockade gegen Stuttgart-21-Gegner bleibt friedlich

Stuttgart / Lesedauer: 1 min

Sitzblockade gegen Stuttgart-21-Gegner bleibt friedlich
Veröffentlicht:23.05.2011, 14:05
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Rund 250 Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben am Montagmorgen eine zweitägige Sitzblockade gestartet. Sie versammelten sich gegenüber vom Südflügel des Hauptbahnhofs vor einer Baustellenzufahrt.

„Es ist eine entspannte Situation“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittag. Auch die Blockierer, die nach eigenen Angaben am Morgen die Einfahrt von zwei Kastenwagen zur Baustelle für das Grundwassermanagement verhindert hatten, sprachen ebenfalls von einer friedlichen Atmosphäre.

Die Bahn betonte, sie werde bis zur baldigen Sitzung des Lenkungskreises, dem die Projektträger des Vorhabens angehören, keine neuen Fakten schaffen und keine neuen Aufträge vergeben. Allerdings seien davon Arbeiten auf dem Gleisvorfeld ausgenommen. Auch die Anlagen des Grundwassermanagements würden betreut, sagte ein Bahnsprecher weiter.

Die Protestler fordern das endgültige Aus für das 4,1 Milliarden Euro teure Bauvorhaben, bei dem der Hauptbahnhof tiefer gelegt und über den Stuttgarter Flughafen mit der geplanten Schnellbahntrasse nach Ulm verbunden wird. Polizei und Organisatoren sprachen von rund 250 Teilnehmern. Die Sitzblockade soll von Lesungen und Musik begleitet und auch in der Nacht fortgesetzt werden.