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Demos gegen Rechtsextremismus

Demo-Samstag: Menschenmassen gegen Rechts - 8.400 allein in Ravensburg

Region / Lesedauer: 7 min

In der gesamten Region waren am Samstag Tausende Menschen gegen Rechtsextremismus und für die Wahrung der Demokratie auf die Straße gegangen. Infos, Fotos und Videos hier.
Veröffentlicht:26.01.2024, 13:44
Aktualisiert:28.01.2024, 09:31

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In unserem Blog haben wir den ganzen Tag über die Proteste in der Region berichtet. Schwäbische.de hat mit einem Reporter-Team vor Ort Reaktionen, Fotos und Videos eingesammelt. Das war der Demo-Tag in der Region.



+++ Über 2000 Menschen bei Demo in Balingen

(18.22 Uhr) Auch in Balingen machte ein Aktionsbündnis aus über 30 Vereinen, Organisationen und Parteien gegen Rechtsextremismus mobil. Zu Beginn der Kundgebung mit etwa 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab es eine Gedenkminute zu Auschwitz-Befreiung, die Glocken der Stadtkirche läuteten.

Auch in Balingen machte ein Aktionsbündnis aus über 30 Vereinen, Organisationen und Parteien gegen Rechtsextremismus mobil.
Auch in Balingen machte ein Aktionsbündnis aus über 30 Vereinen, Organisationen und Parteien gegen Rechtsextremismus mobil. (Foto: Daniel Seeberger (ZAK))

+++ Bemerkenswert: Bislang 8400 Menschen allein in Ravensburg

(16.36 Uhr) Es sind beeindruckende Teilnehmerzahlen, die aus der ganzen Region gemeldet werden. 1000 Menschen hatten bereits am Freitagabend in Bad Waldsee gegen rechtsextreme Angriffe auf die Demokratie demonstriert.

So viel waren es am Samstag auch in Leutkirch. Aus Lindau wurden 2000 gemeldet, aus Biberach 3000. Und allein in Ravensburg sollen sich 8400 Menschen gegen Rechtsextremismus eingefunden haben, obwohl die offizielle Kundgebung noch gar nicht begonnen hat.


+++ Großer Demozug in Ravensburg zieht zur Innenstadt

(16.07 Uhr) Tausende demonstrieren in Ravensburg.

Während die Spitze des Zuges schon durch die Karlstraße läuft, stehen die letzten noch am Bahnhof.

Die Georgstraße ist voll mit Menschen aller Altersgruppen.

Tausende demonstrieren in Ravensburg.
Tausende demonstrieren in Ravensburg. (Foto: Eileen Kircheis (SZ))

+++ Auch der Zollernalbkreis bewegt die Massen gegen Rechts

(16.21 Uhr) Für die Demokratie, gegen Extremismus: Unter diesem Motto haben am Samstagmittag zahlreiche Hechinger auf dem Obertorplatz demonstriert. Zu der Kundgebung hatte der CDU-Stadtverband aufgerufen.

Hechinger demonstrieren gegen den Rechtsruck.
Hechinger demonstrieren gegen den Rechtsruck. (Foto: Michael Würz (ZAK))

Weitere Parteien, Schulen, Vereine und Kirchen schlossen sich an. Die Redner warnten vor den Gefahren des Rechtsextremismus – dies unter den Eindrücken der jüngsten Enthüllungen von Correctiv, das ein Treffen von AfD-Funktionären und etwa dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner aufgedeckt hatte.

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+++ Enorme Menschenmassen in Ravensburg

(15.23 Uhr) Der Demozug startet in Ravensburg am Bahnhof und zieht dann zur finalen Kundgebung auf den Marienplatz. Schon jetzt haben sich Hunderte Menschen versammelt.


+++ Hunderte Menschen auf dem Biberacher Marktplatz

(14.50 Uhr) In Biberach haben sich bereits mehrere hundert Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Die offizielle vorläufige Zahl wird am Nachmittag mit 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angegeben.

Um 15 Uhr begann hier die Kundgebung „Nie wieder ist jetzt“.

Mehrere Rednerinnen und Redner, darunter OB und Landrat, wenden sich gegen Hass und Hetze und werben für die Demokratie.

Getragen wurde die Veranstaltung, die friedlich verlief, von einem breiten Bündnis aus Vertretern von Parteien, Vereinen und Organisationen aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.

Biberach zeigt Haltung.
Biberach zeigt Haltung. (Foto: Gerd Mägerle (SZ))

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+++ Große Resonanz auch bei Demo in Schwäbisch Gmünd

(14.04 Uhr) Das „Bündnis Aufstehen gegen Rassismus“ hatte an diesem Samstag zu einer großen Kundgebung gegen Rassismus und für Demokratie aufgerufen. Ort des Geschehens war der Johannisplatz, mitten im Zentrum der Stauferstadt.

Die Kundgebung ist nicht von Parteien initiiert worden, sondern vom Bündnis samt Bürgerschaft. Es sei gut, dass diese Demonstrationen aus der Mitte der Gesellschaft gekommen sind und nicht „von oben“ diktiert, sagte Landrat Joachim Bläse mit Blick auf die Demonstration. Gegen 12.30 Uhr waren es bereits mehr als 1000 Besucher.

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+++ Lindaus Oberbürgermeisterin redet Klartext: "Werden das nicht dulden!"

(13.52 Uhr) Bei ihrer Rede vor den Demo-Teilnehmern findet Claudia Alfons deutliche Worte zum Miteinander in Lindau.


Verschiedene Lindauer Bündnisse haben zu der Demo aufgerufen.

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+++ Demonstrationen sollen keine Einmal-Aktion bleiben

(13.41) In Lindau ist man gewillt, die Demonstrationen gegen Rechtsextremismus auch über dieses Wochenende hinaus aufrechtzuerhalten.


+++ Kretschmann bei Demo in Sigmaringen dabei

(13.03 Uhr) Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nahm am Samstag mit seiner Frau Gerlinde in Sigmaringen als Privatperson an einer Demonstration teil.

Sigmaringen: Kundgebung auf dem Karlsplatz mit 2000 Teilnehmen, darunter Gerlinde und Winfried Kretschmann.
Sigmaringen: Kundgebung auf dem Karlsplatz mit 2000 Teilnehmen, darunter Gerlinde und Winfried Kretschmann. (Foto: Michael Hescheler (SZ))

Nach Angaben der Polizei verlief die Veranstaltung mit rund 2000 Menschen friedlich. 

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Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein waren auch viele Familien bei dem Protest.

Auf Plakaten hieß es unter anderem: „Rechts wählen ist 1939“.


+++ Klare Kante vom Club Vaudeville in Lindau

(12.43 Uhr) Pascal Holz vom Club Vaudeville wird deutlich: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen aufgrund ihrer Religion oder Herkunft verfolgt werden.“


+++ Hunderte Menschen und klare Worte in Isny

(12.35 Uhr) Etwa 500 Menschen haben am späten Samstagvormittag in Isny für Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Zu der Kundgebung auf dem Marktplatz hatte ein breites Bündnis von Parteien und Organisationen eingeladen.  

Etwa 500 Menschen haben am späten Samstagvormittag in Isny für Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert.
Etwa 500 Menschen haben am späten Samstagvormittag in Isny für Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. (Foto: Michael Panzram (SZ))

Wortbeiträge bei der etwas länger als eine Stunde dauernden Veranstaltung kamen unter anderem von Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen und Bürgermeister Rainer Magenreuter. Zu Beginn machte Organisator Günther Scholze deutlich:

Wir können froh sein, dass wir in einer Demokratie leben und eine gewisse Freiheit haben. Und das lassen wir uns von Rechtsextremisten nicht nehmen.

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+++ "Nie wieder ist jetzt!" heißt es auch in Schwäbisch Gmünd

(12.25 Uhr) In Schwäbisch Gmünd starte die Demonstration unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt - Gemeinsam gegen AfD und Rechtsruck“. Hunderte Menschen haben sich dafür in der Gmünder Innenstadt versammelt.

In Schwäbisch Gmünd starte die Demonstration unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!"
In Schwäbisch Gmünd starte die Demonstration unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt!" (Foto: Larissa Hamann (SZ)

+++ Rund 1000 Menschen gehen in Leutkirch auf die Straße

(12.01 Uhr) Fast 1000 Menschen – deutlich mehr als von den Organisatoren erwartet – haben am Samstagvormittag in der Leutkircher Innenstadt gegen jegliche Form von Rechtsextremismus protestiert. Das Ziel: Ein Zeichen für Demokratie, Menschlichkeit, Vielfalt und Toleranz setzen.

Fast 1000 Menschen – deutlich mehr als von den Organisatoren erwartet – haben am Samstagvormittag in der Leutkircher Innenstadt gegen jegliche Form von Rechtsextremismus protestiert.
Fast 1000 Menschen – deutlich mehr als von den Organisatoren erwartet – haben am Samstagvormittag in der Leutkircher Innenstadt gegen jegliche Form von Rechtsextremismus protestiert. (Foto: Simon Nill (SZ))

Als Redner traten der Leutkircher Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, der Schriftsteller Imre Török und Vertreter des Jugendgemeinderates auf. Sie fanden teilweise deutliche Worte. Im Anschluss drehte die Gruppe eine „Protestrunde“ durch die Altstadt. Die Veranstaltung lief friedlich ab, es kam zu keinen Zwischenfällen.

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+++ Teilnehmerzahl in Lindau erhöht sich stetig

(11.46 Uhr) 400 wurden von der Polizei erwartet. Es wurden schnell 1000, dann 1500. Zum gegenwärtigen Stand demonstrieren in Lindau 2000 Menschen friedlich und bunt gegen den Rechtsruck in Deutschland.



+++ Weit mehr Teilnehmer als erwartet in Lindau

(11.04 Uhr) „Wir haben mit 400 gerechnet, gekommen sind 1000“, sagt Michael Jeschke, Chef der Lindauer Polizei, als der Protestzug sich in Bewegung setzt. Später wurde die Zahl auf 2000 nach oben korrigiert. Der Demozug geht über die Lindauer Insel und dann zur Kundgebung auf den Bismarckplatz.



+++ Was bewirken die Demonstrationen gegen Rechtsextremismus?

(10.33 Uhr) Hunderttausende Menschen gehen auf die Straße, aufgerüttelt durch einen Bericht des Medienhauses Correctiv über ein Treffen radikaler Rechter. Das Ausmaß der Proteste ist eindrücklich - doch wie lange kann das noch dauern? Und bergen die Demonstrationen tatsächlich eine Chance auf das, worauf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen: eine Schwächung der AfD und rechtsextremistischer Gruppierungen?

Soziologe Rüdiger Schmitt-Beck warnt davor, es sich zu einfach zu machen im Umgang mit der AfD. „Man muss die Argumentation der Partei genau kennen und darlegen können, wo sie den Grundwerten der liberalen Demokratie und dem Grundgesetz widerspricht“, sagt er. „Sich empören und „Nazis raus“ rufen, reicht da nicht. Journalisten, Politiker, aber auch die Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem Alltag AfD-Wählern begegnen, müssen diese argumentative Kleinarbeit auf sich nehmen, auch wenn das schwer ist.“


+++ Hunderte Menschen zur Lindauer Demo gegen Rechts erwartet

(10.01 Uhr) Hunderte Menschen demonstrieren an diesem Samstag in Lindau gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Verschiedene Lindauer Bündnisse haben zu der Demo aufgerufen, im Anschluss ist eine Party geplant.

Ganz vorne mit dabei: Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons.
Ganz vorne mit dabei: Lindaus Oberbürgermeisterin Claudia Alfons. (Foto: Jule Baumann (SZ))

Sammelpunkt und Auftakt für die Demonstration am Samstag ist um 10.30 Uhr auf dem Bismarckplatz vor dem Alten Rathaus. Um 11 Uhr startet der Zug über die Maximilianstraße zur Cramergasse und in die Schmiedgasse.

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Hunderte Menschen versammeln sich am Lindauer Bismarckplatz.
Hunderte Menschen versammeln sich am Lindauer Bismarckplatz. (Foto: Jule Baumann (SZ))

+++ Zahlreiche Kundgebungen an diesem Wochenende in der Region

(09.30 Uhr) Nach den Massen vom vergangenen Wochenende werden erneut Tausende Menschen bei Kundgebungen gegen rechts im Land erwartet. Die jüngsten Proteste haben gezeigt: Es dürften mehr kommen als gedacht.

Am Samstag ist mindestens ein Dutzend Demonstrationen angekündigt. Kundgebungen soll es unter anderem in Ravensburg, Biberach und Sigmaringen, in Rastatt, Bruchsal und Schwäbisch Gmünd geben. Für Sonntag sind Protest in Ludwigsburg und Esslingen sowie in Leonberg angekündigt. In Sigmaringen (10.00) will auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag an einem Demonstrationszug teilnehmen.


+++ 1000 Menschen bieten in Bad Waldsee Rechtsradikalismus die Stirn +++

Rund 1000 Menschen sind zur Demo für Demokratie und gegen Rassismus auf die Hochstatt in Bad Waldsee gekommen. Die Veranstaltung verlief friedlich, prominente Redner fanden deutliche Worte.

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+++ Bad Waldsee macht am Freitag den Auftakt

(12.oo Uhr) Bereits am Freitagabend um 19 Uhr findet eine erste Kundgebung statt. Unter dem Motto "Bad Waldsee gegen rechts" ist auf der Hochstatt eine Demonstration angesetzt.

Rita Bamberger und Horst Fallenbeck sind zwei der 20 Menschen aus Bad Waldsee, die gemeinsam die Idee für die Demo hatten und sich an die Organisation gemacht haben. „Wenn man verfolgt, was die Pläne der Rechtsextremen sind, dann ist es höchste Zeit, klare Kante zu zeigen und unsere demokratischen Werte zu verteidigen“, formuliert es Bamberger.

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