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Hochwasser-Blog

Wetter-Warnung: Hier kommt es auch am Mittwoch noch zu Schauern

Region / Lesedauer: 5 min

In Teilen der Region hat es tagelang geregnet. Unser Hochwasser-Blog bietet eine Übersicht über die Lage in den betroffenen Gebieten.
Veröffentlicht:14.11.2023, 08:39
Aktualisiert:15.11.2023, 11:16

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Das wichtigste zur Hochwasser-Lage in Kürze:

  • Der starke Dauerregen in der Region lässt voraussichtlich erst am Mittwochmorgen nach.
  • Betroffen sind vor allem die Bodenseeregion und das Allgäu.
  • Einzelne Hochwassermeldewerte wurden in den Kreisen Bodensee, Sigmaringen und Biberach überschritten
  • Erdrutsch-Gefahr: B31alt war zwischen Sipplingen und Ludwigshafen am Bodensee gesperrt
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Wie die Wetterwarte Süd berichtet, sind auch am Mittwoch noch einige Schauer unterwegs. Angetrieben von einem kräftigen, in freien Lagen stark böigen Wind um Südwest wird es stellenweise noch nass. Am zähesten halten sich die Regenwolken und Schauer im Allgäu, sowie von der Baar bis zur Zollernalb.

+++ B31alt gesperrt wegen Erdrutsch

Die B31alt von Friedrichshafen nach Stockach war zeitweise zwischen Sipplingen und Ludwigshafen am Bodensee in beide Richtungen gesperrt. Grund war die Gefahr durch einen Erdrutsch, wie die Polizei gegenüber Schwäbische.de bestätigt. Inzwischen sind die Straßen wieder frei.

+++ Hochwassermarken überschritten im Bodenseekreis, in Sigmaringen und in Biberach

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat die Schussen bei Meckenbeuren die Hochwassermarke überschritten, wie der Südwestrundfunk berichtet. Auch die Ostrach, die Radolfzeller Aach im Kreis Konstanz und die Dürnach bei Laupheim haben der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg zufolge stark erhöhte Wasserstände.

+++ Überschwemmungen bei B33: Großflächiger Stromnetzausfall konnte verhindert werden

Überschwemmungen an der B33 am östlichen Ortsausgang von Stetten drohten am Dienstagnachmittag eine Photovoltaikanlage zu überfluten. Das hätte einen großflächigen Stromnetzausfall zur Folge haben können. Ein landwirtschaftliches Gebäude und Teile einer Obstplantage wurden überschwemmt.


+++ Weitere Regenfälle für die Nacht erwartet

Anhaltende und ergiebige Regenfälle haben in Süddeutschland bereits die Pegel an Flüssen ansteigen lassen. Bis Mittwochmorgen hält der Dauerregen an. Das kann örtlich zu Problemen führen, meldet das Onlineportal wetter-online.de für die kommende Nacht.  

Wichtige Information

Das sollten Sie bei Hochwasser beachten

In den betroffenen Regionen sollten üb
In den betroffenen Regionen sollten überschwemmte Flächen und geflutete Unterführungen gemieden werden. Auch von Gewässern sollte man sich fernhalten.

Vor allem im äußersten Süden Deutschlands kann es in der kommenden Nach bis zu 50 Liter weiteren Regen geben. Regional können es sogar deutlich mehr sein. Besonders betroffen sind die Staulagen im südlichen Allgäu und im Schwarzwald.

Mit dem Abklingen der Niederschläge im Laufe des Mittwochs ist mit einer vorübergehenden Entspannung der Wetterlage zu rechnen. Jedoch ist diese Entspannung nur von kurzer Dauer: Für Freitag sind schon neue Regenfälle angekündigt, so das Wetterportal.


+++ Kein Hochwasser-Alarm in Wangen

Gebannt blickten die Wangener Einsatzkräfte auf die Entwicklung des Pegels in der Argen. Der automatische Hochwasser-Warnmelder löst nämlich bei einem Pegelstand von 2,20 Meter aus. Zwischenzeitlich stand das Wasser bei 1,75 Meter. Noch gibt es aber auch keine Entwarnung.

Wie sich der Wasserstand in der Argen im Verlauf des Tages entwickelt hat, finden Sie HIER.


+++ Bahn schränkt Zugverkehr wegen Hochwassers ein

Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der vergangenen Stunden kommt es bei der Deutschen Bahn zu Zugausfällen. Aktuell ist die Strecke zwischen Kempten und Immenstadt wegen der Witterungslage und der Errichtung des Hochwasserschutzes gesperrt.

Zugausfälle wegen Hochwasser

Der anhaltende Regen hat mittlerweile auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr im Allgäu.


+++ Biberbau verschärft die Lage in Appenweiler

Am Damm des Appenweiler Weihers hat sich ein Loch gebildet, durch das Wasser austritt. Grund dafür könnte ein Biberbau in dem Gewässer sein. Die Situation hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Erschwert wird dieser Einsatz durch den anhaltenden Regen.

Mehr Informationen zur aktuellen Lage finden Sie HIER

Ein Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) steht an einem Weiher. Foto: David Pichler/dpa (Foto: David Pichler/dpa)

+++ Pegel steigen - aber keine Sorge im Landkreis Biberach

Über die Warn-App Katwarn kam am Dienstag eine Meldung über eine mittlere Hochwassergefährdung im Einzugsgebiet von Riß, Rottum und Rot im Landkreis Biberach.

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So stieg der Pegel der Riß bei Warthausen im Lauf des Dienstags von 88 Zentimeter auf 1,19 Meter, war aber am Nachmittag bereits wieder fallend. „Wir haben bis jetzt keine beängstigenden Prognosen“, so Florian Retsch, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Biberach. Die Pegel der Flüsse und Bäche im Landkreis seien teilweise am Steigen.

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"Wir tragen in der Leitstelle die Informationen zusammen und überlegen, welche nächsten Schritte wir ergreifen, sollte das Wasser weiter steigen. Bis Dienstagnachmittag 15.30 Uhr habe es aber noch keine hochwasserbedingten Einsätze im Landkreis Biberach gegeben, so Retsch.

+++ Weiher im Bodenseekreis droht überzulaufen

Im Bodenseekreis drohte am Dienstagnachmittag der Appenweiler Weiher überzulaufen. Das THW und die Feuerwehr befinden sich im Einsatz.

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+++ Überschwemmungen in Wilhelmsdorf

In Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg ist die Rotach über die Ufer getreten. Dadurch wurden eine Gärtnerei und ein Fahrstuhlschacht in einem Pflegeheim überflutet.

+++ Argen in Wangen steht hoch, aber nicht zu hoch

Fotos und Videos aus Wangen im Allgäu zeigen, dass die Argen zwar einiges an Wasser führt. Doch kritische Pegelstände sind zunächst nicht zu erwarten. Im Lauf des Dienstags stand der Argen-Pegel bei etwa 1,70 bis 1,80 Metern. Die wirklich kritische Marke wird im Stadtgebiet ab 2,20 Metern erreicht.

Was in einem solchen Alarmfall passiert, erklärt die Lokalredaktion Wangen HIER.

Neben den anhaltend starken Regenfällen der vergangenen Tage wird von den Einsatzkräften vor Ort auch ein Biberbau als Ursache für das Hochwasser vermutet.

Weitere Informationen zur Situation in Wilhelmsdorf lesen Sie HIER:


+++ Schmelzender Schnee verstärkt Hochwassergefahr zusätzlich

Zur Dauerregen-Situation kommt, dass durch die mildere Luft die Schneefallgrenze auf mehr als 2000 Meter ansteigt. Das hat zur Folge, dass der Schnee der vergangenen Tage schmilzt und zusätzlich in die Gewässer fließt.