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Schifffahrt

Grünes Licht für Bergung von Bodenseewrack „Säntis“

Romanshorn / Lesedauer: 1 min

Der Schweizer Schiffsbergeverein hat am Montag die Genehmigung erhalten. Wie tief es liegt - und wie es geborgen werden soll. 
Veröffentlicht:05.02.2024, 17:24

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Das gut 130 Jahre alte Wrack des Dampfschiffs „Säntis“ kann vom Grund des Bodensees gehoben werden. Der Schweizer Schiffsbergeverein hat am Montag die Genehmigung erhalten, wie er in Romanshorn am Schweizer Ufer des Bodensees berichtete.

Alle etwaigen Umweltbedenken seien damit ausgeräumt worden. „Jedes Motorboot auf dem Bodensee hat wahrscheinlich ein größeres Umweltgefährdungspotenzial als das Wrack des Dampfschiffs Säntis“, teilte der Präsident des Schiffsbergevereins, Silvan Paganini, mit. Die Bergung soll nun voraussichtlich im März beginnen.

Wrack in 210 Tiefe 

Das Wrack liegt in 210 Metern Tiefe. Die „Säntis“ war im Mai 1933 nicht mehr fahrtauglich und in der Seemitte zwischen Romanshorn und Langenargen auf deutscher Seite versenkt worden.

Eine Verschrottung wurde damals als zu teuer verworfen. Das 48 Meter lange Schiff war seit 1892 auf dem Bodensee unterwegs. Es konnte 400 Passagiere befördern.

Das Wrack soll mit den Hebesäcken und einer Bergeplattform angehoben und in etwa zwölf Metern Tiefe näher am Ufer gelagert werden, ehe es vollständig geborgen wird. Der Verein will das Schiff so herrichten, dass es später ausgestellt werden kann