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Schweinepest

Grüne wollen Wildschwein-Jagd erleichtern

Baden-Württemberg / Lesedauer: 1 min

Jagdexperte Pix für Drückjagden, aber gegen Aussetzung der Wildruhe
Veröffentlicht:16.01.2018, 16:03

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Die Auflagen für die Jagd auf Wildschweine sollen gelockert werden. Das fordert der Jagdexperte der Grünen im Stuttgarter Landtag, Reinhold Pix.

Bislang dürfen nur Tiere oberhalb bestimmter Alters- und Gewichtsgrenzen geschossen werden. Grund ist die Afrikanische Schweinepest. Die für Haus- und Wildsauen tödliche Tierseuche breitet sich aus, Experten fürchten ein Übergreifen auf Deutschland.

„Wir müssen 50 Prozent mehr Wildschweine jagen als in den Vorjahren“, sagte Pix am Dienstag. Ein zu großer Wildschweinbestand begünstigt eine Ausbreitung der Seuche. Im vergangenen Jagdjahr wurden 50 000 Tiere erlegt. Das müssten im laufenden Jagdjahr mindestens doppelt so viele werden, so Pix. Dazu sei es erforderlich, Drückjagden zu organisieren, Nachtzielgeräte einzusetzen und den Einsatz von Fallen, so genannter Saufänge, in Betracht zu ziehen.

Eine Aussetzung der Wildruhe sowie des Fütterungsverbotes lehnte Pix ab. Diese Maßnahmen befürwortet aber CDU-Landwirtschaftsminister Peter Hauk.