Bildungsgewerkschaft

GEW fordert mehr Geld für Lehrkräfte und droht mit Protest

Baden-Württemberg / Lesedauer: 1 min

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Proteste angekündigt, wenn das Land Baden-Württemberg seine gut 30.000 Grund- und Haupt-/Werkrealschullehrkräfte nicht besser bezahlt. 
Veröffentlicht:17.01.2023, 05:24
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Hintergrund ist, dass zum Beispiel verbeamtete Grundschullehrerinnen und -lehrer den Angaben zufolge nach der Gehaltsgruppe A12 besoldet werden. Im Schnitt verdienten sie somit rund 400 bis 500 Euro im Monat weniger als die Lehrkräfte mit A13. So würden Lehrkräfte nach Studium und Referendariat in allen anderen Schulformen eingruppiert, auch neu eingestellte in Haupt-/Werkrealschulen.

Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen etwa honorierten die Arbeit besser, heißt es in der Mitteilung. Hessen habe das jüngst angekündigt. «Ausgerechnet in dem Bundesland, das die einzige grüne Kultusministerin in Deutschland stellt, wird eine gerechte Bezahlung verweigert», monierte Gewerkschaftschefin Stein. «Eltern werden sich auf weiter zunehmenden Unterrichtsausfall einstellen müssen, denn Lehrkräfte werden nach Bayern und Hessen wechseln, wenn sie dort für die gleiche Arbeit besser bezahlt werden.» Die GEW verwies in diesem Zusammenhang auf den bundesweit großen Mangel an Grundschullehrkräften und betonte, dass dies ein Frauenberuf sei.