Polizei

Ermittlungen zu Hakenkreuz-Chats ausgeweitet

Baden-Württemberg / Lesedauer: 1 min

Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen gegen Polizisten wegen des Verdachts der Volksverhetzung nun auch auf den Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie ausgeweitet. Man habe die Mobiltelefone der Verdächtigen ausgewertet und sei dabei auf ein Video mit kinderpornografischem Inhalt gestoßen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Das Video sei im Sommer 2019 von einem der Verdächtigen in einer Chatgruppe gepostet worden. Nun werde gegen weitere Mitglieder dieser Gruppe ermittelt.
Veröffentlicht:25.01.2023, 22:05
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Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen gegen Polizisten wegen des Verdachts der Volksverhetzung nun auch auf den Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie ausgeweitet. Man habe die Mobiltelefone der Verdächtigen ausgewertet und sei dabei auf ein Video mit kinderpornografischem Inhalt gestoßen, teilte die Behörde am Dienstag mit. Das Video sei im Sommer 2019 von einem der Verdächtigen in einer Chatgruppe gepostet worden. Nun werde gegen weitere Mitglieder dieser Gruppe ermittelt.

Der Fall war im vergangenen Dezember publik geworden, als bekannt wurde, dass ein Polizist Bilder von Adolf Hitler und Hakenkreuzen in verschiedenen Chatgruppen verbreitet haben soll. Daraufhin begannen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Insgesamt überprüfte das LKA seither nach eigenen Angaben rund 6000 Chatgruppen und stellte dabei Nachrichten mit strafrechtliche relevanten Inhalten fest. Bisher wurden rund 70 Polizeibedienstete als Teilnehmer der Chatgruppen identifiziert - gegen sie würden disziplinarrechtliche Untersuchungen geführt, teilte das LKA mit.