StartseiteRegionalBaden-WürttembergWetterdienst warnt weiterhin vor Glätte: Fahren Sie vorsichtig und langsam

Nach Schnee und eisiger Kälte

Wetterdienst warnt weiterhin vor Glätte: Fahren Sie vorsichtig und langsam

Region / Lesedauer: 3 min

Große Schneemengen und dann klirrende Kälte gab es am vergangenen Wochenende. Darauf folgen nun mildere Temperaturen - auch am Dienstag sollte man auf den Straßen vorsichtig sein.
Veröffentlicht:04.12.2023, 12:19
Aktualisiert:06.12.2023, 13:40

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Die Nacht von Sonntag auf Montag war wieder eiskalt. Stellenweise sei die Temperatur sogar auf bis zu minus 20 Grad Celsius gefallen, wie die Wetterwarte Süd vermeldet - und das Wetter bleibt weiterhin tiefdruckbestimmt. 

Vor allem südlich der Donau fällt laut Wetterwarte Süd gebietsweise noch Schnee und der gefrierende Regen erhöht die Glättegefahr. "Durch den kräftig auffrischenden Südwestwind steigen die Temperaturen tagsüber jedoch in den Plusbereich und es setzt Tauwetter ein", so die Wetterwarte Süd. Abends könne es hingegen wieder schneien oder regnen.

Besonders von Ulm bis zum Bodensee bestehe noch Gefahr durch gefrierenden Regen. Darum sollten Sie im Straßenverkehr vorsichtig sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) empfiehlt, nicht notwendige Aufenthalte im Freien und Autofahrten zu vermeiden. Unbedingt sollten Sie Ihr Verhalten im Straßenverkehr anpassen und Verzögerungen einplanen.

Steigende Temperaturen in der Region

Eine Entspannung der Glättesituation tritt dann am Mittag ein. Der DWD erwartet mildere Temperaturen. Es soll bis zu zwei Grad auf der Baar und bis knapp neun Grad am Rhein geben, wie es hieß.

Die Schneefallgrenze schwankt in der kommenden Woche laut Wetterwarte Süd zwischen 400 und 800 Metern. Durch die höheren Temperaturen komme es gerade in den Niederungen zu Schneeregen oder gefrierendem Regen.

Das bedeutet vor allem eines: Auf den Straßen ist wegen Glätte weiterhin absolute Vorsicht geboten.

„Wenn bei dem Frost, den wir derzeit haben, Regen fällt, dann bedeutet das Glatteis“, sagt ein Sprecher des DWD. Dafür brauche es nicht viel Regen. „Da reichen ein paar Tropfen und es kann spiegelglatt werden.“

Schnee und Eis bilden eine gefährliche Kombi

Am Abend und in der Nacht von Montag auf Dienstag müsse auch entlang der bayerischen Grenze sowie auf der Alb und in Oberschwaben mit gefrierendem Regen und Glatteis gerechnet werden.

„Ich will nicht ausschließen, dass auf die Eisfläche noch ein paar Schneeflocken fallen - und dann sieht man das Eis nicht mehr“, erklärte der DWD-Sprecher.

Zwar vermeldet der ADAC, dass sich zumindest der Autobahn-Verkehr mittlerweile wieder normalisiert hat. Doch auf vielen Nebenstraßen gefährden „herabfallende Äste oder gar umstürzende Bäume die Autofahrenden“.

Es sei zudem auf den eigentlich freigeräumten Autobahnen möglich, dass sich schnell wieder Staus bilden, „wenn Schnee- und Eisglätte das Vorankommen behindern.“

Viele Züge fallen im Süden aus

Doch nicht nur auf der Straße, auch auf der Schiene droht weiterhin Chaos. Bereits am Wochenende war der Münchner Hauptbahnhof nicht mehr befahrbar. Der Ausfall dieses Verkehrsknotenpunkts hat sich auf den Zugverkehr in ganz Süddeutschland ausgewirkt.

Das Schneechaos hat den Zugbetrieb in weiten Teilen Süddeutschlands lahmgelegt.
Das Schneechaos hat den Zugbetrieb in weiten Teilen Süddeutschlands lahmgelegt. (Foto: bahn.de)

Voraussichtlich werden die Strecken München - Salzburg, München - Innsbruck und München - Lindau/Zürich bis Dienstag, 5.12, nicht befahrbar sein, wie die Deutsche Bahn mitteilt.

Diese Zugverbindungen in der Region sind betroffen

Und auch in der Region kommt es zu erheblichen Einschränkungen. Auf den Strecken zwischen Friedrichshafen und Radolfzell, Konstanz und Singen sowie Titisee und Seebruck sei der Verkehr noch unterbrochen. Dort sind Bäume umgestürzt oder Äste in die Oberleitung geraten, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Einschränkungen gebe es noch zwischen Kressbronn und Lindau. „Wir versuchen das alles im Laufe des Tages hinzukriegen, sodass wir morgen wieder auf allen Strecken starten können“, sagte die Sprecherin.

Grundsätzlich sollten sich die Fahrgäste zuerst auf der Internetseite der Deutschen Bahn über ihre jeweilige Verbindung informieren. Denn noch bis zur Wochenmitte sei mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen.