Tunnelbau

Bahn will Verantwortung möglicher Risiken bei Stuttgart 21 tragen

Baden-Württemberg / Lesedauer: 1 min

Bahn will Verantwortung möglicher Risiken bei Stuttgart 21 tragen
Veröffentlicht:01.02.2017, 20:16
Aktualisiert:23.10.2019, 08:00

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Die Deutsche Bahn ist weiter überzeugt davon, die Risiken des Tunnelbaus für das Milliardenprojekt Stuttgart21 beherrschen zu können. Das sagte Manfred Leger, Chef der DB-Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm, am Mittwoch in Stuttgart.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne, Foto: dpa) sagte dazu: „Die Bahn hat uns versichert, dass sie diese Risiken tragen kann. Sie ist in der Verantwortung.“ Hermann betonte, seinem Eindruck nach tue die Bahn alles, um die Risiken des Baus zu minimieren. Man habe vereinbart, dass die Bahn die Projektpartner Land und Stadt kontinuierlich über den Stand der Tunnelbauarbeiten informieren werde. Zuvor hatte sich der Lenkungskreis des Bahnprojektes Stuttgart 21 zu einer Sondersitzung getroffen. Anlass waren widerstreitende Gutachten zu den Gefahren der Bohrungen in schwierigem Gestein. Beide waren von Sachverständigen im Auftrag der Bahn erstellt worden. Während einer kaum Risiken sieht, warnt der andere, Schäden könnten mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 13 Prozent eintreten. Vier Tunnel, die den neuen Bahnhof an die Fernbahntrassen anbinden sollen, führen durch sogenannten Anhydrit. Das Gestein quillt bei Wassereintritt auf und kann so Bauwerke anheben. „Eine dauerhafte Stilllegung eines Tunnels wegen Sanierungen wäre eine Katastrophe für die gesamte Region“, warnte Hermann. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Wir bleiben besorgt.“ Auch er betonte jedoch, die Bahn sei sichtlich bemüht, mögliche Risiken zu minimieren.