Bärenweiler

Wohnungsbauministerin Razavi besucht Region Wangen

Wangen / Lesedauer: 3 min

Themen sind unter anderem das Wangener Erba-Areal sowie die Ortskernsanierung in Kißlegg
Veröffentlicht:22.04.2022, 19:00

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Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Raimund Haser hat Wohnungsbauministerin Nicole Razavi (CDU) die Region besucht. In Wangen stand der Bereich Erba/Auwiesen im Mittelpunkt, in Kißlegg waren es die Themen Ortskernsanierung, Ikowa und Bärenweiler, wie es in zwei Mitteilungen heißt.

„Ein Gewinn, noch bevor die erste Blume blüht“

Über die Themen Wohnen, Arbeiten und Leben im neuen Erba-Viertel hat sich die für die Stadtbausanierungsmittel des Landes zuständige Wohnungsbauministerin Nicole Razavi ( CDU ) bei Wangens OB Michael Lang informiert. Razavi, die bei dem Besuch verraten habe, dass sie über die geschäftlichen Kontakte ihres Vaters in Wangen einst eine der ersten Sohler-Ski-Besitzerinnen in ihrer Heimatstadt Salach (Kreis Göppingen) gewesen war, zeigte sich laut Pressemitteilung „begeistert von dem modernen Mix aus Wohnen und Arbeiten, der bereits jetzt im neuen Quartier sichtbar wird“.

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Über den Fortschritt der Bauentwicklung moderner Wohnformen für circa 1000 Menschen sowie Gewerberäume mit 500 Arbeitsplätzen, Kindergarten, Reitanlage und Gastronomie habe auch Lang berichtet. Schon jetzt, noch bevor die erste Blume blühe, sei das Projekt ein Gewinn für Wangen.

Große Ziele mit „Ortskern III“

Auf ihrer Tour durch den Wahlkreis schaute Nicole Razavi auch in Kißlegg vorbei, wo sie von Dieter Krattenmacher empfangen wurde. Mit dem Sanierungsgebiet „Ortskern III“ habe sich Kißlegg „große Ziele gesteckt“, so der Bürgermeister.

Dazu gehört im Wesentlichen der denkmalgeschützte „Löwen“, der grundlegend saniert werden soll. Das ehemalige Gasthaus soll als künftiges Bürgerhaus offen sein für Begegnungen sowie in Not geratenen Bürgern Wohnraum in kleinen Appartements bieten. Hierzu habe die Ministerin bereits ihr „OK“ gegeben, heißt es in der Haser-Mitteilung weiter. Vor Ort habe sie sich davon überzeugen können, wie wichtig diese Entscheidung gewesen sei.

„Adler“ kann abgerissen werden

Gegenüber werden durch Bauherr Werner Briegel aus dem ehemaligen Gasthof „Adler“ und einem Neubau mit Tiefgarage eine Tagespflege-Einrichtung sowie Wohnungen für Betreutes Wohnen entstehen und darin eine Sozialstation einziehen. Auch dieses Projekt ist laut Krattenmacher „existenziell für eine neue Mitte“.

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Ursprünglich sollte das Gebäude aus Sicht des Denkmalschutzes weitestgehend erhalten bleiben und aufwendig saniert werden. Nach eingehenden Untersuchungen habe sich nun herausgestellt, dass die Optik der Fassade täuscht und das Gebäude nicht mehr erhaltungswürdig sei. Auch wenn der Adler nun abgerissen werden könne, so Haser, sei dem Investor wichtig, dass sich das neue ortsbildprägende Gebäude gut in das Ensemble denkmalgeschützter Gebäude integriert.

Ortsumfahrung, Ikowa und Bärenweiler als weitere Themen

Die Ortsumfahrung war beim Ministerinbesuch genauso Gesprächsthema wie die Bahnunterführung und das Gebiet nördlich der Bahnlinie, zwischen dem Gewerbegebiet Stolzenseeweg und dem Obersee, das dem Sanierungsgebiet „Ortskern III“ zugeschrieben wurde.

Zudem stellte Bürgermeister Krattenmacher den Sachverhalt zum Vorhaben des Interkommunalen Gewerbegebiets bei Waltershofen (Ikowa) dar, in der Hoffnung, die Ministerin als Fürsprecherin gewinnen zu können. Haser forderte erneut, dass der Landesentwicklungsplan mit seinem Anbindegebot hier flexibler sein sollte.

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Zum Abschluss stand ein Besuch in Bärenweiler auf dem Programm, wo Investor Christian Skrodzki die Liegenschaften im Bereich des früheren Spitals restaurieren und einer vielfältigen Nutzung zuführen will. Zu den größten Herausforderungen zähle die Energieversorgung der Gebäude: Moderne Heizsysteme, gespeist mit erneuerbaren Energien, dürfen hier nicht mit dem Denkmalschutz kollidieren, heißt es in der Haser-Mitteilung abschließend.