StartseiteRegionalRegion AllgäuWangenFachbüro soll es richten: So will Wangen seine Altstadt zukunftsfit machen

Nach Diskussion im Rat

Fachbüro soll es richten: So will Wangen seine Altstadt zukunftsfit machen

Wangen / Lesedauer: 2 min

Die Innenstädte in der Region sind im Wandel. Im Wangener Rat wurde jetzt wieder über eine autofreie Altstadt diskutiert. Wie OB Michael Lang seinen Vorstoß begründet.
Veröffentlicht:27.09.2023, 12:00

Artikel teilen:

Für eine auch weiterhin attraktive Innenstadt holt sich die Wangener Verwaltung die Expertise eines Fachbüros für Stadtentwicklung. Ausgangspunkt war die jüngste Diskussion im Gemeinderat zur Testphase für eine autofreie Altstadt im vergangenen Sommer. So geht es jetzt bei diesem Thema weiter.

Eigentliches Thema: Der Zuschuss für die Leistungsgemeinschaft

Eigentlich sollte es beim Tagesordnungspunkt elf kurz vor dem Ende der jüngsten Ratssitzung nun um den fast schon obligatorischen Beschluss über den städtischen Zuschuss für die Leistungsgemeinschaft Handel und Gewerbe gehen. Das Gremium votierte dann auch wie erwartet geschlossen dafür, dass die LG für 2023 und 2024 jeweils 15.000 Euro bekommt. Vor der Abstimmung gab es jedoch eine kurze Aussprache zum Thema „Autofreie Altstadt“, die an vier verlängerten Sommerwochenenden getestet worden war.

Mathias Bernhard wiederholte die Kritik aus der CDU-Fraktion, die bei den Beteiligten nach dem Test eine „enorme Skepsis und Unsicherheit“ festgestellt hat. Und er wollte wissen, wie die Stadt mit dem Thema weiter umgeht. Doris Zodel (GOL) will die LG „animieren, kreative Ideen für eine autoarme Altstadt einzubringen“. Sie interpretiert das Schreiben der Händler zudem nicht gegen eine autofreie Altstadt, sondern dahingehend, dass man die bei der Testphase aufgetretenen Probleme lösen muss.

Weniger los in der Unterstadt

OB Michael Lang findet „die Polarisierung der Testphase schade“. Die wertvollste Erkenntnis aus seiner Sicht: „Wir müssen uns bewegen, wenn die Altstadt attraktiv bleiben soll“. Dabei bezog sich Lang auch auf den jüngsten verkaufsoffenen Sonntag, bei dem beispielsweise in der Unterstadt weniger los gewesen sei. Der politische Wille allein reiche vielleicht nicht, um das Ziel einer autofreien Altstadt zu erreichen, so der Rathauschef. Dafür seien weitere Initiativen notwendig.

Einen neuen Impuls in dieser Angelegenheit soll nun die Cima geben. Das Münchner Beratungsunternehmen arbeitet derzeit an der Fortschreibung des Konzepts zur künftigen Ausrichtung der städtischen Einzelhandelspolitik. Diesen Auftrag will Lang nun erweitern mit der Fragestellung, wie sich die Altstadt insgesamt weiterentwickeln sollte. Dabei dürfte es auch um eine fachkundige Einschätzung gehen, welche Rolle der Autoverkehr für den Handel und die Attraktivität in der Wangener Altstadt spielt. In der Stadt brauche es ein hohes Maß an Konsens und die Energie und die Bereitschaft aller, um etwas zu bewirken, so der OB.