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Neue Quartiere für Tiere auf Wangens bekanntester Brache gefunden

Wangen / Lesedauer: 1 min

Rewe und ein Fahrradhandel sollen sich dort ansiedeln. Doch Zauneidechsen hätten ehrgeizigen Zeitplänen fast ins Schleudern gebracht.
Veröffentlicht:03.12.2023, 18:00

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Der nächste Planungsschritt ist getan, damit die Brache am Wangener Bahndamm nach vielen Jahren wieder bebaut werden kann. Der Gemeinderat hat die so genannte Abwägung erster Stellungnahmen einstimmig gebilligt. Obwohl das Verfahren damit längst noch nicht beendet ist, berichtete der von der Stadt beauftragte Planer vom Willen des Eigentümers, dem Bauunternehmen Kutter, bereits in zwei Jahren bauen zu wollen - und zwar „allerspätestens“.

Das stand jüngst im Stadtparlament aber weniger zur Debatte. Vielmehr ging es um Zauneidechsen und Libellen, die sich auf der Schotterfläche angesiedelt hatten und für die neue Quartiere gefunden werden mussten. Für Erstere ist dies am Rande des Friedhofs St. Wolfgang der Fall. Und da das dortige Gelände gut für die Eidechsenart geeignet ist, steht deren Umzug nichts mehr im Weg.

„Da fällt einem nichts mehr zu ein“

Hätte man ein schlechteres gefunden, hätte das wahrscheinlich sämtliche Zeitpläne für die Bebauung über den Haufen geworfen. Denn dann hätte die Umsiedlung der Tiere bis zu vier Jahre dauern können, so Baudezernent Peter Ritter.

Christian Natterer (CDU) erklärte dazu: „Da fällt einem nichts mehr zu ein.“ Die Eidechse sei von sich aus zur Baubrache gekommen. Doris Zodel (GOL) entgegnete: „Aber vorher ist der Mensch in deren Gebiet eingedrungen.“ Alwin Burth (SPD) warnte: Die Brache dürfe nicht erneut „platt gemacht“ werden, wenn sich dort geschützte Tiere befinden. Das sei schon einmal passiert.

Zur Erinnerung: Auf der Brache am Bahndamm soll unter anderem ein neuer Rewe-Markt entstehen, in den bisherigen an der Zeppelinstraße will Expert einziehen. Außerdem will Fahrrad Keller auf dem Gelände bauen.