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Bunte Stadtgesellschaft

Menschen aus 110 Länder: So international ist Wangen

Wangen / Lesedauer: 3 min

Wangen ist bunt - zumindest, was die Vielzahl der Länder angeht, die dort vertreten sind. Ein Blick in die Statistik der Stadt zu ausländischen Staatsangehörigen.
Veröffentlicht:23.12.2023, 05:00

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Die Stadt Wangen ist bunt - jedenfalls, was die Nationalitäten angeht, die in ihr leben. Insgesamt rund 110 verschiedene Länder finden sich in der Statistik der Stadt Wangen zu den dort lebenden Menschen mit ausländischem Pass. Welche das sind und welche ausländische Staatsangehörigkeit am häufigsten vorkommt.

Insgesamt leben in Wangen knapp 28.300 Menschen zusammen (Stand 31.8.2023). Die allermeisten von ihnen sind Deutsche. Laut Angaben der Stadtverwaltung haben 1638 Wangener neben dem deutschen auch noch einen ausländischen Pass, verfügen also über eine doppelte Staatsbürgerschaft.

Aber welche Nationalitäten sind unter den Wangenern mit ausländischer Staatsangehörigkeit alles vertreten? Nun, bei 110 verschiedenen Ländern stellt sich fast schon eher die Frage, welche nicht? Den Vereinten Nationen (UN) gehören 193 an und damit fast alle Staaten der Welt. Dazu kommen ein paar Gebiete, deren Status aus unterschiedlichen Gründen nicht eindeutig zu fassen ist. Wenigstens eines davon taucht auch in der Wangener Statistik auf vorderen Rängen auf. Aber dazu später.

Fast 4125 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit

Insgesamt leben in der Allgäustadt und ihren Ortschaften 4125 Menschen aus 110 verschiedenen Ländern, teilt die Stadtverwaltung auf eine Anfrage zu den in Wangen lebenden Ausländern mit. Wobei: Nicht alle der 4125 Menschen kommen tatsächlich aus unterschiedlichen Ländern. Bei einem guten Dutzend ist die Staatsangehörigkeit ungeklärt, 16 Menschen gelten als staatenlos und ein paar stammen aus ehemaligen Staaten wie Jugoslawien.

Wirft man einen genaueren Blick in die Statistik, lassen sich darunter ganz unterschiedliche Hintergründe erahnen. Darunter sind Menschen, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflohen sind. Darunter sind Einwanderer, die in der Allgäustadt Arbeit fanden. Der eine oder die andere kam vielleicht auch der Liebe halber nach Wangen. Andere verteilten deutsche Behörden als Asylsuchende in die Kommune.

Diese fünf Länder stehen oben auf der Liste

Von den fünf Ländern, aus denen die meisten ausländischen Wangener kommen, oder deren Pass sie zumindest auch besitzen, liegen dreieinhalb auf dem europäischen Kontinent. Das Land mit den meisten in Wangen lebenden Staatsangehörigen ist die Türkei (579) - geografisch in Europa und Vorderasien gelegen - gefolgt von der Ukraine (410), Kroatien (281), Kosovo (259) und Syrien (255). Kosovo ist der jüngste Staat auf dem europäischen Kontinent. 2008 erklärte das Parlament in Pristina die Loslösung der damaligen Provinz von der Republik Serbien. Bislang haben nicht alle UN-Staaten den Kosovo völkerrechtlich anerkannt. Deutschland als eines von 117 schon.

Mehr Italiener als Österreicher leben in Wangen

Auf den folgenden Rängen der Statistik finden sich dann direkte Nachbarländer. So leben 233 Italiener und 217 Österreicher in Wangen - Schweizer sind es laut Statistik nur 29. Es folgen Rumänen (155), Polen, Portugiesen und Ungarn (135). Alle weiteren Länder stellen jeweils weniger als 100 Wangener Einwohner. Darunter finden sich wenig überraschende Länder wie Afghanistan (88), Bulgarien (48) oder Gambia (46). Aber auch Vietnam, die Slowakische Republik und Griechenland sind im zweistelligen Bereich vertreten.

Die Zahl der Länder, deren Staatsangehörigkeit jeweils weniger als elf Wangener Einwohner haben, ist indes vergleichsweise hoch - von den 110 insgesamt sind es 65. Zu finden sind dort etwa Dänemark, Venezuela, Sambia, Malaysia oder auch Japan.

Wie viele der ausländischen Mitbürger in Wangen als Flüchtlinge, Asylsuchende oder anerkannte Asylbewerber leben, ändert sich regelmäßig - und damit auch die Statistik zu den Herkunftsländern. Zum Stand 31. August 2023 zählte die Stadtverwaltung 539 Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis für Flüchtlinge. Im laufenden Asylverfahren waren 137 Personen und Personen mit abgelehntem Asylantrag waren es 62.