Puppenformat

Jetzt gibt's den Weihnachtsmarkt in Puppenformat

Wangen / Lesedauer: 3 min

Ausstellung in der Eselmühle ist eröffnet – Eintrittsspenden gehen an Projekte der SZ-Nothilfe
Veröffentlicht:29.11.2013, 14:20
Aktualisiert:24.10.2019, 19:00

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Wangen – Klein ist sie, diffizil, mit viel Liebe und einem Arbeitsumfang von 3600 Stunden entstanden – jene „Welt“, die sich seit Donnerstagabend dem Besucher der Eselmühle eröffnet. Anita Merkt hat sie erschaffen, zwischen Tannenbäumen und historischer Kunst und mitten drin im Leben der Altstadt.

„Es ist eine besondere Ausstellung zur Weihnachtszeit, die wir hier haben“, sagte Oberbürgermeister Michael Lang bei der Eröffnung. Und weiter: „Ich bin mir sicher, dass sie sehr, sehr gut ankommen wird.“ Schon einmal, vor vier Jahren, hat Anita Merkt die Wangener mit ihren Berufsbilder-Puppenstuben erfreut. 5000 Besucher kamen. „Damals habe ich die Menschen beobachtet, das Leuchten in deren Blicke, wenn sie die Miniaturen betrachteten und sich in eine Zeit zurückversetzten, als sie selbst Kinder waren“, erzählt Anita Merkt.

Bei Glühwein entstand die Idee

Für sie stand fortan fest: „Irgendwas musst du dir einfallen lassen.“ Der Bummel auf dem Weihnachtsmarkt, die rote Marktwurst und auch „eine Menge Glühwein“ haben sie nach eigener Aussage dann auf die Idee gebracht: „Ich bin nach Hause und habe sofort losgelegt.“ 40 Hütten und Teile, 228 Puppen, 17 Hunde und vieles, vieles mehr sind seither entstanden – ein Großteil davon aus Dingen, die andere entsorgen: „Bei mir wird nichts vernichtet und alles zu einem neuen Leben verarbeitet.“

„Es ist unglaublich, welche Mengen Sie fabrizieren und wie viele Kleinigkeiten in ihnen stecken“, sagte Michael Lang und gab sich überzeugt: „Da lohnt es sich, alles ganz genau anzuschauen.“

Auf knapp 28 Metern reihen sich Stand an Stand. Hier gibt es Steckerlfisch und Lachsbrötchen, dort Suppen in (kleinen), großen Töpfen. Im „Wollestand“ türmen sich gefütterte Schuhe und flauschig-warme Decken – und im Eck lädt das Café Wintergarten zur Einkehr. Für die kleineren Besucher wurde entlang der „Weihnachtsmarkt-Meile“ ein Podest errichtet, sodass auch sie die Puppenstuben auf Augenhöhe betrachten können.

Auch daran hat Anita Merkt gedacht – und die Idee mit Hilfe des Bauhofes verwirklicht. „Draußen erleben wir am Samstag den Weihnachtsmarkt im Großen, hier in der Eselmühle jenen im Kleinen“, sagte Lang in seiner Begrüßungsrede. Beide Märkte sollen, beide Märkte werden sich ergänzen.

Die Ausstellungseröffnung wurde von Soazig Maltzahn musikalisch auf der Harfe umrahmt. Glühwein, Punsch, Christstollen und Birnenbrot taten den Rest, um sich schon am Donnerstagabend auf dem samstäglichen Weihnachtsmarkt zu fühlen. Am Samstag ist sie das erste Mal regulär zu sehen.

Die Ausstellung ist an den vier Adventssamstagen von 14 bis 19 Uhr sowie am 28. Dezember und am 4., 5. und 6. Januar von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden zu Gunsten der SZ-Nothilfe und ganz besonders für eine im Rollstuhl sitzende und an MS-erkrankte Mutter werden entgegengenommen