Kulturveranstaltung

Bund greift Vereinen und Kulturveranstaltungen unter die Arme

Wangen / Lesedauer: 2 min

Landtagsabgeordneter Raimund Haser rät, die Zuschüsse schnell zu beantragen
Veröffentlicht:10.06.2021, 09:14

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Mit einem Sonderfonds von bis zu 2,5 Milliarden Euro, von dem vor allem Kulturveranstaltungen aller Art profitieren sollen, greift die Bundesregierung den von Corona gebeutelten Veranstaltern unter die Arme. Der Bund will damit Sicherheit für das Wieder-Anlaufen des kulturellen Betriebs geben.

Davon profitierten auch Veranstalter im Wahlkreis Wangen-Illertal, wie der Landtagsabgeordnete Raimund Haser (CDU) mitteilt. „Gerade jetzt brauchen wir eine vielfältige und lebendige Kunst- und Kulturlandschaft“, so Haser. „Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir eine lange kulturelle Durststrecke erlebt. Wir alle sehnen uns nach vielfältigen kulturellen Angeboten im Sommer und Herbst.“

Die Unterstützung erfolgt laut Pressemitteilung auf zwei Arten: Bei kleineren Veranstaltungen werden die erzielten Eintritte verdoppelt oder verdreifacht, wenn aufgrund von Corona entsprechend weniger Tickets verkauft werden können und Auflagen zu beachten sind. Bei größeren Veranstaltungen wird eine kostenfreie Ausfallabsicherung gewährt. In beiden Fällen sind die möglichen Zahlungen durch den Verlust der Veranstaltung begrenzt.

Der Sonderfonds soll die Wiederaufnahme und die Planbarkeit von Kulturveranstaltungen mit zwei zentralen Bausteinen unterstützen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Konkret sehe das dann so aus:

Die Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die unter Beachtung Corona bedingter Hygienebestimmungen der Länder mit reduziertem Publikum stattfinden, steht für Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen ab dem 1. Juli und für Veranstaltungen mit bis zu 2000 Personen ab dem 1. August zur Verfügung.

Der zweite Baustein, die Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, gilt für Veranstaltungen die für die Zeit ab dem 1. September geplant werden. Dies betrifft Konzerte und Festivals mit über 2000 Besucherinnen und Besuchern, die einen langen Planungsvorlauf benötigen.

Die Abwicklung der Fördermittel im Rahmen des „Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen“ wird in Baden-Württemberg laut Haser durch die L-Bank erfolgen, das konkrete Antragsverfahren wird derzeit ausgearbeitet. Antragsberechtigt werden öffentliche und private Kulturveranstalter sein. Der Begriff soll breit gefasst werden und auch die Breitenkultur einschließen. „Damit sind auch Konzerte der Blasmusik, Theateraufführungen und sogar Festivals inbegriffen.“ Laut Haser ist Eile geboten. „Die Vergabe der Fördermittel erfolgt nach dem so genannten Windhundprinzip.“