Parken in der Stadt

An Wangens Tiefgarage gehen bald Schranken in den Betrieb

Wangen / Lesedauer: 3 min

Die Umstellung ist für Mitte Februar geplant und auf Sicht dürfte auch die Parkgebühr steigen. Grund ist die nötige Betonsanierung – die lässt aber weiter auf sich warten.
Veröffentlicht:01.01.2028, 10:00

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In der städtischen Tiefgarage in der Wangener Bahnhofstraße stehen in Kürze Änderungen beim Bezahlen an: Mitte Februar geht die bereits vor Weihnachten zu großen Teilen installierte Schrankenanlage in Betrieb.

Die Parkscheine haben dort dann ausgedient. Unterdessen lässt die grundlegende Betonsanierung weiter auf sich warten.

Art des Bezahlens ändert sich

„Anlage außer Betrieb.“ Dieser Satz ist an den Schrankenvorrichtungen an der Tiefgaragenausfahrt zu lesen. Nicht etwa, weil sie kaputt ist. Nein, vielmehr hat sie ihre Arbeit noch nicht aufgenommen. Das wird sich bald ändern.

Denn ab dem 13. Februar ist sie dann tatsächlich in Betrieb, wie Urs Geuppert, technischer Leiter der Wangener Stadtwerke in der jüngsten Gemeinderatssitzung ankündigte. Damit ändert sich dann auch die Art des Bezahlens: Statt vorher einen Parkschein zu ziehen, entrichten Autofahrer die Gebühr, ehe sie ihren Wagen wieder starten wollen, bei Dauermietern von Stellplätzen werden die Kennzeichen erfasst.

Dieses Prinzip des „nachschüssigen Parkens“ war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Wunsch aus Reihen des Gemeinderats – nicht nur bezogen auf die Tiefgarage.

Videoanlage gegen Vandalismus

Die erhält in diesem Zuge übrigens auch eine Videoanlage. Wie Kämmerin Yvonne Winder in den Erläuterungen zum einstimmig verabschiedeten Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Stadtwerke erläuterte, will die Stadt so Vandalismus an der neuen Schrankenanlage vorbeugen. Und Urs Geuppert kündigte an, dass die Höhe der Gebühren auf Sicht „angepasst“ werden.

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Das Wort „angepasst“ dürfte einer Erhöhung gleichkommen. Denn die Stadtwerke müssen kräftig in den Erhalt der Tiefgarage investieren. Seit Jahren ist bekannt, dass am Beton der Zahn der Zeit genagt hat und dies weiter tut. Bislang hatte man die Sanierung angesichts hoher Kosten und anderweitiger Investitionen allerdings gescheut.

Inzwischen steht diese für 2026 in den Büchern. Nach wie vor mit einer Größenordnung von einer Million Euro. Eine Summe, die inzwischen wahrscheinlich aber höher ausfallen dürfte, wie der technische Stadtwerkeleiter im Gemeinderat durchblicken ließ.

Stromverbrauch sank – und steigt jetzt wieder

Immerhin: Untersuchungen haben zwar ergeben, dass der Zustand des Betons zwar Jahr für Jahr schlechter wird, es aber keine Probleme mit der Statik gebe.

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Ungeachtet von Schranke und Beton haben die Stadtwerke in den vergangenen Jahren dennoch in die unterirdische Parkmöglichkeit investiert. Beispielsweise 2016, als neue Lampen eingebaut wurden. Nach Angaben Urs Geupperts sank der Stromverbrauch dadurch deutlich.

Inzwischen steigt er aber wieder an – und das hat nichts mit den Leuchten zu tun, sondern mit der wachsenden Anzahl elektrisch betriebener Fahrzeuge. Sie können an und in der Garage aufgeladen werden, und dieses Angebot erfreut sich steigender Beliebtheit. Laut Geuppert gab es im Jahr 2019 einen halben Ladevorgang pro Tag. Inzwischen sind es derer fünf.

Finanziell ist die Garage in der Spur

Finanziell befindet sich die Tiefgarage unterdessen einigermaßen in der Spur. Seit sie im Jahr 2010 in den Eigenbetrieb Stadtwerke ausgegliedert wurde, sanken die Verluste deutlich. 2016 und 2017 wurden sogar leichte Gewinne erzielt.

Die schwächere Auslastung in den Corona-Jahren 2020 und 2021 ließ die Zahlen wieder roter werden, für dieses und das kommende Jahr rechnet man aber wieder mit kleineren Gewinnen. Das wird sich 2026 und danach wieder ändern, wenn denn dann die Sanierung anstehen sollte. Der dafür anstehende Millionenbetrag schlägt sich nämlich deutlich in der Bilanz nieder.