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40 Gäste beim „Handwerkergspräch“

Neuravensburg / Lesedauer: 2 min

Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Neuravensburg und des CDU-Landtagsabgeordneten Raimund Haser hat die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut kürzlich die Region besucht. Dies berichtet die CDU.
Veröffentlicht:01.12.2023, 11:32

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Auf Einladung des CDU-Ortsverbandes Neuravensburg und des CDU-Landtagsabgeordneten Raimund Haser hat die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut kürzlich die Region besucht. Dies berichtet die CDU.

Schwerpunkt war demnach ein „Handwerkergespräch“ bei der Firma Gartenbau Helmut Haas in Neuravensburg-Roggenzell, zu welchem sich über 40 Gäste aus Handwerk, Unternehmerschaft und Kommunalpolitik einfanden. Peter Lutz, der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, konnte dazu auch den Bundestagsabgeordneten Axel Müller und den CDU-Kreisvorsitzenden Christian Natterer begrüßen.

Hoffmeister-Kraut ging zunächst auf die Fragen des CDU-Ortsverbandes zum Thema Handwerk ein. Fachkräftemangel, Attraktivität von Ausbildung und Meister-Ausbildung standen dabei ganz oben. Zusätzlich aber auch das Thema, was in den Schulen getan werden müsse, um Kindern bereits die Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk näher zu bringen. Allein in Baden-Württemberg sind rund. 800.000 Mitarbeiter im Handwerk beschäftigt, dazu 48.000 Auszubildende, heißt es in der CDU-Mitteilung weiter. Die Not vieler Betriebe sei trotzdem groß. Fehlende Auszubildende und Fachkräfte aber auch fehlende Möglichkeiten bei der Betriebsübergabe beschäftigen die Firmeninhaber seit langem. Die Ministerin: „Politik beginnt mit dem Betrachten der Realität. In Berlin rückt man sich die Realität zurecht, so wie man es braucht“. Auch das führt zu zusätzlichen Herausforderungen für unsere Handwerksbetriebe, man muss sich ja nur das Thema Heizungsgesetz anschauen. Die wachsende Bürokratie macht den Betrieben ebenfalls zu schaffen. Einer der anwesenden Handwerker beklagt, dass man heute bald für jeden Arbeiter eine studierte Aufsicht braucht.

An Programmen und Initiativen, welche helfen sollen, das Handwerk als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen mangelt es nicht. Die Wirtschaftsministerin zählt eine ganze Reihe davon auf und verweist besonders auch auf die 3.800 Ausbildungsbotschafter, welche in die Schulen gehen und über Ihre Ausbildung berichten, auf Augenhöhe mit den Schülern.

Peter Lutz regte an, die Gespräche mit dem Kultusministerium zu intensivieren. Früher war Werkunterricht in den Lehrplänen in allen Schulen integriert und alle Schüler mussten daran teilnehmen. Dies ist auch aus Sicht von Franz Moosherr, dem Geschäftsführer der Handwerkskammer, welcher aus terminlichen Gründen leider nicht selbst anwesend sein konnte, ein wichtiges Anliegen der Handwerkerschaft. Wenn Kinder heute in den Schulen schon keinen Bezug mehr zu einer Handarbeit bekommen, wird es umso schwerer diese für einen Handwerksberuf zu begeistern.