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Fasnet

Pfiffiger Bürgerball der Narrenzunft Nibelgau mit kaiserlichem Touch

Leutkirch / Lesedauer: 2 min

Viele bunte Narren beim gut gefüllten Event der Nibelgauer Zunft in Leutkirch.
Veröffentlicht:12.02.2024, 16:00

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„Oh oh oh, das ist Fasnetszeit“: Mit diesem selbstkomponierten und getextetem Hit zum Mitsingen hat die „unsterbliche Stimmungskanone“ Freddy Holzmüller dem Leutkircher Bürgerball am Samstagabend in der mit bunten Narren gut gefüllten und prächtig geschmückten Festhalle einmal mehr seinen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt. Er agierte - mit „kaiserlichem Touch“ der K.u.K. Monarchie gekleidet - nicht nur als versierter Moderator, sondern insbesondere auch als Stimmung anheizender Pop-Sänger in den Umbaupausen. Unterstützt wurde er dabei auf bewährte Weise von seiner Tochter und Prinzessin „Franzi“, die auch mit starker Stimme in Solopartien glänzte.

Mit diesen starken „Brückenbauern“ gelang ein pfiffiges, kontrastreiches Programm, das über fast drei Stunden den Saal mit viel Applaus brodeln ließ. In noch dezenter Lautstärke und mit fein gesetzten Versen grüßten der Präsident der Narrenzunft, Thomas Blum, und ihre Lieblichkeit Michaela II und seine Tollität Ernst I anfangs das närrische Volk, willkommen bereichert von den Tänzen „der schönsten Gruppe der Narrenzunft“, der Garde.

Es gibt mächtig was auf die Ohren

Mit dem anschließenden Auftritt der Guggenmusik Isny gab es dann mächtig was auf die Ohren. Die prächtig kostümierten und maskierten, stark besetzten Musiker aus der Nachbarstadt faszinierten nicht nur mit unplugged beeindruckender Phonstärke und LED-Effekten, sondern mit ihren bestens einstudierten Hits, die mehrere Zugaben erforderten. Ihnen auf dem Fuß folgte der nächste Höhepunkt mit der Maskerade aus Neukirch, die den Saal mit herrlichen Kostümen und akrobatischen Tänzen in den tiefen Dschungel verführten. Den attraktiven „Leopardinnen“ und ihren starken Männern war die Begeisterung und das Temperament in ihren Rollen anzusehen.

Etwas gemächlicher, aber dennoch fesselnd gelang dann der Beitrag der Oldies, die gemäß des Mottos des Abends „NZ Nibelgau goes Vienna“ im Playback österreichische Schlager zum Besten gaben. So manch einer im Saal staunte dann über die Hypnoseshow von Andre Krausch, der den weiten Weg von Ostfriesland ins Allgäu nicht scheute. Auch auf Rückfrage bei den mutigen Freiwilligen bestätigten diese - „wenn man sich darauf einlässt“ - die magische Wirkung der Hypnose. Nicht fehlen durften schließlich mit Pop-Musik aus dem Nachbarn-Land der Chor der Narrenzunft und die mitreißende Aufführung der Showtanzgruppe, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

Es wird lange getanzt

Nach dem beeindruckenden Finale aller Protagonisten ließen sich die „Wild Chucks“ aus Eisenharz nicht zweimal bitten: Bis in den frühen Morgen forderten sie zum Tanz auf, dem die Narren allzu gerne folgten. Und nun folgt der letzte Satz: „Hoorig, hoorig isch die Katz.“