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Integrationsgruppe

Integrationsgruppe findet im Jugendhaus neuen Treff

Leutkirch / Lesedauer: 2 min

Jugendliche aus dem ehemaligen Nasch Dom beteiligen sich nun an der Arbeit des Leutkircher Jugendtreffs
Veröffentlicht:26.03.2013, 18:45

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Das Projekt „Integration jugendlicher Spätaussiedler und Jugendliche mit Migrationshintergrund ins Jugendhaus Leutkirch“ ist Anfang des Jahres ausgelaufen. Versucht wurde, junge Spätaussiedler, die noch beim Projekt „Eine Chance für die Zukunft“ im ehemaligen Nasch Dom tätig waren, ins Jugendhaus Leutkirch zu integrieren.

Jugendhausleiter Dietmar Müller lernte die Jugendlichen bei Sitzungen im Nasch Dom besser kennen und bereitete sie auf die anstehenden Veränderungen vor. Dazu lud er die Jugendlichen ins Jugendhaus ein. Nachdem den Jugendlichen die Regeln, der Inhalt und die Aufgaben des Jugendhauses nähergebracht wurden, stieg die Verantwortung innerhalb der Gruppe, und es entstand eine entsprechende Akzeptanz und ein Verständnis für das Jugendhaus. Dietmar Müller schaffte es, die Jugendlichen für das Jugendhaus zu begeistern und sie zur ehrenamtlichen Mitarbeit zu bewegen. Nach einem gemeinsamen erlebnispädagogischen Wochenende mit den Schwerpunkten Kommunikation, Kooperation und Vertrauen arbeiteten die Jugendlichen im Sommer 2012 über mehreren Tagen an der Gestaltung der Jugendhaus-Terrasse gemeinsam mit den ehrenamtlichen Aktivenräten des Jugendhauses.

Während der zweiten Jahreshälfte lag der Fokus auf der beruflichen Zukunft der Jugendlichen. Jedes Teammitglied konnte persönlich mit einer Expertin für berufliche Fragen sprechen und sich mit seiner beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Es wurden unterschiedliche Qualifikationstests durchgeführt, Bewerbungen geschrieben und Vorstellungsgespräche geübt. Momentan sind die Vorstellungsgespräche am Laufen. „Dies war wichtig, da die Perspektivlosigkeit in der Gruppe eindeutig sichtbar war und die Aussicht auf eine weiterführende Schule oder einer Ausbildungsstelle eher schlecht stand“, sagte Müller.

Die Integrationsgruppe organisierte außerdem ein eigenes Projekt, einen Ausflug in die Therme nach Erding. Sie gestalteten Flyer, sprachen mit der Schulsozialarbeiterin, stellten das Projekt in unterschiedlichen Schulklassen vor und organisierten alles rund um den Ausflug in die Erding-Therme. Sinn und Zweck dieses Projekts war, dass sich die Integrationsgruppe selbstständig um den reibungslosen Ablauf kümmert, dieses Projekt selbstsicher zum erfolgreichen Abschluss bringt und sich dadurch neue jugendliche Besucher ins Jugendhaus einfinden. Nach diesem Besuch gab es eine Führung durch das Jugendhaus. Die teilnehmenden Jungen waren von den Projekten und Veranstaltungen so beeindruckt, dass sie sich nun immer dienstags im Jugendhaus treffen und somit die neue Jungengruppe entstanden ist.

Müller: Intensive Arbeit mit den Jugendlichen lohnt sich

Die unterschiedlichen pädagogischen Aktivitäten, Handlungen und Tätigkeiten bezüglich der Eingliederung ins Jugendhaus machen laut Dietmar Müller deutlich, wie wichtig es ist, dass sich eine intensive Arbeit mit unterschiedlichen Jugendlichen lohnt, denn das Resultat und die Jugendlichen selbst haben bewiesen, dass Bemühen, regelmäßige Treffen, Durchhaltevermögen, Mithilfe und das entgegengebrachte Vertrauen sich gelohnt haben, um dieses erfolgreiche, wichtige und gelungene Projekt zum Abschluss zu bringen.