StartseiteRegionalRegion AllgäuKißleggZwei Windkraft-Gebiete bleiben in der Region Wangen übrig

Regionalplan beschlossen

Zwei Windkraft-Gebiete bleiben in der Region Wangen übrig

Kißlegg / Lesedauer: 2 min

Regionalverband sieht in Kißlegg und Argenbühl Vorranggebiete. Sie sind vergleichweise klein. Für beide gibt es schon konkretere Pläne.
Veröffentlicht:26.10.2023, 19:00

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Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben ist bei der Ausweisung von Gebieten für Windkraftanlagen einen guten Schritt weiter. Zeigten die im Juli vorgelegten Karten noch zahlreiche Suchräume in der Region Wangen, sieht es nun anders aus. Geblieben sind vor allem ein Kißlegger und ein Argenbühler Gebiet. Wangen und Amtzell sind nicht mehr vertreten.

Zur Erinnerung: Die damals vorgestellten Suchräume umfassten noch elf Prozent der Regionalverbandsfläche, also des Bodenseekreise und der Landkreise Ravensburg und Sigmaringen. Nun haben die Regionalplaner die möglichen Gebiete anhand weiterer Kriterien eingegrenzt und 38 Vorranggebiete (2,5 Prozent der Verbandsfläche) für Windkraftanlagen herausgearbeitet.

Bekannte Wälder in Kißlegg und Argenbühl sind dabei

Unter diesen sind auch 64 Hektar in einem Waldstück östlich von Kißlegg bei Emmelhofen. Nun ist allerdings vornehmlich nördlich der Straße nach Oberrot eingeplant. Das Unternehmen Uhl Windkraft hatte bereits zu Jahresbeginn seine Pläne, dort Windkraftanlagen zu bauen, öffentlich gemacht.

Und auch ein gut 36 Hektar umfassendes Waldstück zwischen Siggen und Ratzenried, wo es laut Gemeinde einen Interessenten für den Bau von Windkraftanlagen gibt, ist als Vorranggebiet dabei. Beide Gebiete sind im Regionalplan als Vorranggebiete für Naturschutz und Landschaftspflege sowie für besondere Waldfunktionen ausgewiesen. Der Regionalverband nimmt für verhältnismäßig windstarke geeignete Gebiete also Konfliktpotential in Kauf.

Andere Suchräume sind ausgeschieden

Bis auf ein kleines Teilstück eines Vorranggebiets, das nahe Enkenhofen, aber vorrangig auf Leutkircher und Isnyer Gemarkung liegt, sind alle in den früheren Karten noch als Suchräume eingetragenen Gebiete ausgeschieden.

Der Regionalverband geht davon aus, das in den von ihm ausgewählten Vorranggebieten jeweils mindestens drei Windräder gebaut werden. Festgehalten werden die Vorranggebiete im Teilregionalplan Energie, der noch im Entstehungsprozess steckt.