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Nach tödlichem Unfall von 17-Jährigem: Staatsanwaltschaft fordert Gutachten

Kißlegg / Lesedauer: 2 min

Der Jugendliche war mit seinem Kleinmotorrad gestürzt und wurde dann von einem Auto überrollt
Veröffentlicht:04.09.2022, 18:05

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Zu einem tödlichen Verkehrsunfall ist es am Freitagabend auf der Kreisstraße 7937 zwischen Wolfegg und Kißlegg gekommen. Bei dem tragischen Unfall starb ein 17-Jähriger, der nahe des Weilers Wiggenreute stürzte und im weiteren Verlauf von einem Auto überrollt wurde. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern laut Polizei derzeit an. Es wurde ein Gutachter hinzugezogen.

So schildert die Polizei den Unfallhergang

Laut Polizeibericht fuhr der 17-jährige Fahrer eines Leichtkraftrads, also eines kleinen Motorrads, am Freitagabend gegen 20.50 Uhr die Kreisstraße von Wolfegg kommend in Richtung Kißlegg. Die Polizei schildert den Unfallhergang nach bisherigen Erkenntnissen so: Kurz nach dem Weiler Wiggenreute kam der Jugendliche zu Sturz, verletzte sich und blieb auf der Fahrbahn liegen. Ein aus Richtung Kißlegg kommender Autofahrer stoppte nach Polizeiangaben auf Höhe der Unfallstelle sein Fahrzeug und bot Hilfe an.

Währenddessen näherte sich dem Unfallort aus Richtung Wolfegg kommend ein weiteres Auto. Dessen 63-jährige Fahrerin wurde wohl vom Fernlicht des am Unfallort stehenden Wagens geblendet, sodass sie den Kraftradfahrer zu spät sah und ihn überrollte. Der 17-Jährige erlitt hierbei laut Polizeibericht so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Gutachter wurde noch in der Unfallnacht hinzugezogen

Die Ermittlungen zu dem Unfall dauern indes an. Für die Unfallaufnahme war der Verkehrsunfallaufnahmedienst des Polizeipräsidiums in Ravensburg vor Ort. Diese speziell geschulten Polizisten übernehmen die Sicherung der Spuren und machen Fotos. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage mitteilt, war zudem ein unabhängiger Gutachter noch in der Unfallnacht vor Ort. Das sei bei schweren und schwersten Unfällen üblich.

Anhand von Spuren soll Unfallhergang rekonstruiert werden

Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat zur Klärung der Unfallursache ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet. In einem solchen wird laut Auskunft des Polizeisprechers versucht, anhand von Spuren den Unfallhergang zu rekonstruieren. Wann entsprechende Ergebnisse vorliegen, ist derzeit noch offen.

Die Kreisstraße war in der Unfallnacht bis etwa 1.30 Uhr voll gesperrt. Im Einsatz waren neben Polizei, Rettungsdienst und Notarzt auch die Feuerwehr sowie ein Kriseninterventionsteam.