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Schulentwicklung

Zeitplan für Ganztagsgrundschule in Isny weiter offen

Isny / Lesedauer: 3 min

Wann genau es eine Ganztagsgrundschule in Isny geben wird, ist weiterhin unklar. Allerdings drängt die Zeit.
Veröffentlicht:05.12.2023, 07:00

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Wann genau es eine Ganztagsgrundschule in Isny geben wird, ist weiterhin unklar. Vor dem Jahreswechsel werde es dazu auch keine abschließenden Plan mehr geben, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Dass die Zeit drängt, scheint den Verantwortlichen im Rathaus aber wenigstens klar zu sein.

Zwei Sitzungen des Gemeinderats im dem Ende entgegengehenden Jahr sind vermutlich allen Beteiligten in Erinnerung geblieben: einerseits diejenige, als sich der wachsende Schuldenberg der Stadt vor aller Augen auftürmte, andererseits das Debakel um die Ganztagsgrundschule. Bei der Sitzung Ende Juni warfen die mit dem Umbau betrauten Architekten einerseits das Reizwort „Generalsanierung“ in den Raum, andererseits zeigten sie einen Zeitplan auf, der so gar nichts mit dem zu tun hatte, was die Stadtverwaltung erwartete.

Eine neue Schleife drehen

Demnach sollte der Umbau der alten Realschule, in der zuletzt die Verbundschule untergebracht war, nicht nur aufwendiger werden als angenommen, sondern auch deutlich länger dauern; zudem wurde deutlich, dass eine Fertigstellung bis zum beginnenden Rechtsanspruch im Schuljahr 2026/27 höchstens gerade so klappen wird. Vielleicht aber auch nicht.

Das saß. Etwas mehr als fünf Monate später hat Alexandra Kreisle, die im Rathaus für die Schulen verantwortliche Sachgebietsleiterin, die Sitzung nicht vergessen: „Da hat alle etwas schockiert.“ Bis zum Sitzungstag war sie, wie auch der Bürgermeister, davon ausgegangen, dass die Ganztagsgrundschule zum Schuljahr 2025/26 starten könne. Am Sitzungstag allerdings kamen die Architekten mit einem Bericht an, der weit weg von diesem Datum ging. Genauer gesagt: ein Jahr. Mindestens. Zufrieden war damit keiner. Deshalb hieß es, eine neue Schleife zu drehen und die Pläne zu präzisieren.

Feinplanung abgeschlossen

Diese Feinplanung sei nun abgeschlossen, teilte Kreisle im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ mit. „Was kann, was muss, was sollte“ sollten die neuen Pläne beinhalten, sagt die Sachgebietsleiterin. Vor Weihnachten werde darüber aber sicher nicht mehr beraten. Der Gemeinderat hat nämlich nur noch eine Sitzung - am Montag, 11. Dezember -, und das stehen andere Themen auf der Tagesordnung. Mit den erneuten Beratung zur Ganztagsgrundschule soll aber bald Anfang des kommenden Jahres begonnen werden, sagt Kreisle. Dass die Zeit drängt, weil viele auf das neue Angebot warten, ist ihr bewusst. Ebenso, dass der Rechtsanspruch auf einen Platz ab dem Herbst 2026 gilt.

Bürgermeister Rainer Magenreuter weiß natürlich ebenfalls um die Brisanz der Ganztagsgrundschule, die der vorerst letzte wichtige Baustein im Umbau der Isnyer Schullandschaft darstellt. Auch Magenreuter hätte gerne, dass das frühere Realschul-Gebäude, dass seit dem Sommer leersteht, baldmöglichst umgestaltet und neu genutzt wird. Wegen der Verzögerung sagt er deshalb: „Ich bin nicht zufrieden.“

Förderprogramm fehlt

Das bezieht Magenreuter aber nicht auf die Architekten, sondern auf das Land Baden-Württemberg. Dieses wisse, dass der Rechtsanspruch auf eine Ganztagsgrundschule komme, ein Förderprogramm für bauliche Maßnahmen fehle aber weiterhin. Und das, obwohl aus Stuttgart schon vor Monaten das Signal gekommen sei, dass es nicht mehr lange dauern könne. Bisher sei aber nichts passiert. Das nächste Millionenprojekt erscheint für die Stadt Isny wegen der klammen Kasse deshalb noch komplizierter umsetzbar.