Spende

Rennrollstuhlfahrer spenden für Ärzte ohne Grenzen

Isny / Lesedauer: 2 min

Das Team „Go for Tokyo“ sammelt bei Zwölf-Stunden-Lauf 740 Euro Startgelder
Veröffentlicht:20.07.2020, 16:46

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Sechs junge Rennrollstuhlfahrer, 102 Kilometer und 740 Euro als Spende an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“: Das ist die Bilanz des Teams „Go for Tokyo“, das die Athleten mit Handicaps vor wenigen Tagen kurzfristig zusammengetrommelt hatten, um am Amtzeller Zwölf-Stunden-Lauf teilzunehmen. Wie die Invacare GmbH in Isny mitteilt, ein Hersteller und Lieferant von Reha-Hilfsmitteln, der auch den Deutschen Rollstuhl-Sportverband unterstützt, wurde bei der Aktion deutschlandweit gelaufen oder mit dem Rennrollstuhl gefahren. Die Zeiten sowie die Kilometer des von Invacare geförderten Teams „Go for Tokyo“ wurden digital eingereicht, auf der Website des Veranstalters gesammelt und veröffentlicht.

Spenden für „Ärzte ohne Grenzen“

Seit 15 Jahren wird beim Zwölf-Stunden-Lauf von Amtzell Geld für einen guten Zweck gesammelt. Inzwischen seien schon rund 250 000 Euro an Spendengelder für „Ärzte ohne Grenzen“ zusammengekommen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Rennrollstuhlfahrer vom Team „Go for Tokyo “ waren in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Kurzerhand hätten die Sportler im Alter von zehn bis 29 Jahren zusammen mit ihren Eltern die Teilnahme am Lauf organisiert und sich per GPS und Chatgruppe vernetzt.

„Da es derzeit keine Vorort-Wettkämpfe gibt, um sich zu messen und gemeinsam trainieren zu können, ist so ein virtuell organisierter Lauf eine willkommene Herausforderung für unsere Teammitglieder. Und dabei hatten sie so einen Spaß, dass sie schon weitere, virtuelle Laufveranstaltungen planen“, berichtet Heini Köberle, Trainer und Motivator des Teams „Go for Tokyo“, stolz über seine Rennrollstuhlathleten.

Virtueller Lauf

Für den Zwölf-Stunden-Lauf habe das Team nicht nur eigene Spenden für das Startgeld gesammelt, sondern auch weitere Sponsoren akquiriert, sodass durch die sechs Teilnehmer die 740 Euro zusammenkamen, teilt Invacare weiter mit.

Das Fahren mit dem Rennrollstuhl, auch „Schnellfahren“ genannt, ist eine schnelle Sportart, die mit einem speziellen Rollstuhl ausgeübt wird. Die Sportler trainieren dabei Kraft, Ausdauer und Technik, auf Laufbahnen sowie auf normalen Straßen, was von den Anforderungen vergleichbar sei mit Ausdauerläufern.