StartseiteRegionalRegion AllgäuIsnyLangläufer Jakob Moch trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Isny ein

„Ein Botschafter der Stadt“

Langläufer Jakob Moch trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Isny ein

Isny / Lesedauer: 3 min

Drei Medaillen hat Langläufer Jakob Moch bei Jugendolympia geholt. Wegen seiner Erfolge wurde der Isnyer nun offiziell im Rathaus empfangen.
Veröffentlicht:11.02.2024, 12:00

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Die Stadt Isny hat für den bei Jugendolympia so erfolgreichen Langläufer Jakob Moch einen kleinen Empfang im Rathaus gegeben. Im historischen Sitzungssaal würdigte Bürgermeister Rainer Magenreuter den 17-Jährigen angesichts von drei Medaillen und nannte ihn „ein wichtiges Vorbild“.

Als „übel krass“ bezeichnete Jakob Moch das, was er erst vor wenigen Tagen erlebt hat. Bei Jugendolympia in Südkorea holte er zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille und durfte sogar bei der Abschlussfeier die Fahne des deutschen Teams tragen. Er habe darauf gehofft, dass er mit der Mixedstaffel einmal auf dem Podium stehen werde, erzählte Moch am Freitag, dass dann auch noch ein Sieg und ein zweiter Platz in den Einzelrennen (7,5 Kilometer klassisch und Sprint) herauskommen würden, habe er „nie gedacht“. Eine Woche, nachdem er aus Asien zurück ins Allgäu gekehrt ist, durfte er sich die offiziellen Glückwünsche der Stadt abholen.

„Auf dem richtigen Weg“

„Darauf dürfen wir alle stolz sein“, sagte Magenreuter über Mochs Medaillen. Den Grund, warum er sich beziehungsweise die Stadt ebenfalls meinte, nannte er sogleich: die Sportstätten wie etwa das Langlaufstadion. „Solche Erfolge zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, fügte der Bürgermeister hinzu. „Phänomenal“ nannte Hauptamtsleiter Frank Reubold Mochs jüngste Leistungen. Er sei „ein Botschafter unserer Stadt“, lobte Reubold den jungen Langläufer.

Jakob Moch (Mitte) gewann drei Medaillen bei Jugendolympia – unter anderem Gold im Einzel über 7,5 Kilometer klassisch.
Jakob Moch (Mitte) gewann drei Medaillen bei Jugendolympia – unter anderem Gold im Einzel über 7,5 Kilometer klassisch. (Foto: Imago/Hu Huhu )

Neben den Vertretern der Stadtverwaltung waren Menschen zu dem Empfang gekommen, die Moch gefördert haben und immer noch fördern - seine Eltern Alexander und Anette Moch, mehrere Trainer vom WSV Isny und Schulleiter Jochen Müller, der es am Gymnasium jungen Leistungssportlern wie Moch durch das sogenannte Isnyer Modell ermöglicht, vom Unterricht befreit an Wettbewerben teilzunehmen.

Lob für den WSV Isny

„Das Jahr war wirklich sensationell“, blickte Alexander Moch zurück. Damit meinte er aber nicht nur Jakobs Erfolge, sondern auch die Ergebnisse, die der ältere Bruder Friedrich im Weltcup erzielt. Kurz schwelgte der Vater in Erinnerungen, als er sich vergegenwärtigte, dass die Familie schon immer gern im Schnee gewesen sei. Schon als Vierjähriger habe Jakob seine ersten Meter in der Langlaufloipe gemacht. Ganz besonders hervorhob Alexander Moch, was der Sohn an Unterstützung im WSV Isny erfahren habe. „Sonst hätte er es nicht geschafft“, lobte er unter anderem die Trainerinnen Tanja Kurz und Sigrid Mutscheller.

Neben vielen Geschenken von allen Seiten, wartete auf Jakob Moch, der seine offizielle Olympiakleidung trug, auch noch eine ganz besondere Auszeichnung. Er durfte sich ins Goldene Buch der Stadt Isny eintragen, in dem sich auch Bruder Friedrich in den vergangenen Jahren schon zweimal verewigt hat - für seine Erfolge bei Olympia in Peking und bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr.

Diese Ziele ebenfalls zu erreichen, hat Jakob Moch klar vor Augen. Die Vorstellung, irgendwann gemeinsam mit Bruder Friedrich im Weltcup zu laufen, sei absolut da. Zunächst geht er aber Schritt für Schritt. Es warten in den nächsten Wochen noch Deutsche Meisterschaften auf ihn, ein Alpencup und eventuell noch ein Start im Continentalcup. Zudem steht im Frühjahr noch das Abitur auf dem Programm.